November 22, 2009

Sauerkraut

Sauerkraut – einfach und lecker!

Unser pinkes Sauerkraut

Der Herbst ist da und im Garten wird es ruhiger. Die Bauern verkaufen Kohl und wir decken uns für den Winter ein. Unsere Lieblingslagerungsart für Kohl (und anderes Gemüse) ist in Form von Sauerkraut. Jetzt denkt mancher Leser sicher, “Sauerkraut, das schmeckt mir nicht.” Aber wer schonmal richtig frisches Sauerkraut gegessen hat, weiß, wieviel besser das ist als das Sauerkraut aus dem Laden, das schon eine Weile in der Verpackung sitzt oder womöglich noch das abgekochte Sauerkraut aus der Dose.
Außerdem ist Sauerkraut total einfach zu machen!
Also, los gehts:

Man braucht:
Gemüse
Salz
ein Messer/Raspel/Küchenmaschine
ein Schneidebrett
eine Schüssel
ein Gefäß für das Sauerkraut (Größe je nach gewünschter Menge von Sauerkraut)
ein Gewicht

Erst wird das Gemüse geschnitten. Je nachdem ob man das Sauerkraut lieber grob oder fein mag, schneidet man es entsprechend.
Dann wird das Gemüse mit 2% Salz vermischt (sprich: auf 1 kg Gemüse kommen 20 g Salz). Gut durchmischen, damit das Salz sich gut verteilt.
Danach wird das nun salzige Gemüse entweder gestampft (mit einem Sauerkrautstampfer, Fleischhammer, etc.) oder mit den Händen gut gedrückt. Das bringt die Zellwände zum Platzen und das Salz kann dem Gemüse die Flüssigkeit entziehen, die dann mit dem Salz zur Sauerkrautlake wird und das Kraut haltbar macht.
Das Gemüse wird dann in das saubere und trockene Gefäß gestopft, wobei so wenig Luft wie möglich zwischen dem Gemüse bleiben soll. Schon nach wenigen Minuten hat das Salz dem Gemüse soviel Flüssigkeit entzogen, dass es mit Lake bedeckt ist, wenn man drauf drückt. Das ist der Trick beim Sauerkraut: Die salzige Lake verhindert Schimmel – allerdings nur, wenn wirklich alles Gemüse unter Wasser ist! Deswegen braucht man jetzt noch ein Gewicht, das das Gemüse unter der Lake halt. Bei richtigen Gärtöpfen sind meistens Steine mit dabei, aber wenn man kleine Mengen von Sauerkraut in Einweckgläsern macht (so wie wir, wenn wir experimentelle Ansätze machen), reicht auch ein kleines Schraubglas, das mit Wasser gefüllt ein gutes Gewicht abgibt. Am besten hat das Schraubglas eine solche Größe, die es gerade so durch die Öffnung des anderen Gefäßes passen lässt, damit möglichst wenig Luft an den Ansatz kann (daher haben Gärtöpfe eine Wasserrille als Luftschranke). Alternativ kann man auch einen Teller von passender Größe mit Gewicht darauf benutzen. Gegen Fruchtfliegen kann man ein Tuch über den Ansatz legen.
Das Sauerkraut in spe sollte besonders am Anfang an einem warmen Ort (~20C) stehen, damit der Gärvorgang in Schwung kommt.
So, das Gemüse ist unter Wasser; das Gewicht ist drauf; jetzt heißt es warten!
Gärtöpfe fangen meistens nach einigen Stunden an, rhythmisch zu “blip!”pen, kleinere Einweckglasansätze schäumen meistens ganz schön und können auch überlaufen. Nach einigen Tagen läßt die Gärungsintensität nach und das Blippen wird seltener und das Überlaufen hört ganz auf. In den ersten zwei Wochen sollte darauf geachtet werden, dass die Lake auch wirklich immer alles bedeckt und ggf. jeden Tag das Kraut runtergedrückt werden.
Ab etwa zwei Wochen ist das Kraut essfertig, aber man kann es auch länger gären lassen. Der beste Aufbewahrungsort für Sauerkraut ist im Gärgefäß, weswegen man immer nur so viel rausholen sollte, wie man direkt essen möchte. Nach dem Entnehmen von Kraut muss das verbleibende Kraut wieder gut unter die Lake gedrückt werden, um Schimmel zu vermeiden. Dann wieder Gewicht drauf, Tuch drüber, fertig. Jetzt kann man das Sauerkraut auch an einen kühleren Ort stellen.

Wir essen unser Kraut am liebsten roh oder mit Käse überbacken auf Toast.

Noch ein paar Gedanken zum Sauerkraut:

Hm, lecker!

Traditionell wird Sauerkraut mit Weißkohl gemacht, aber Rotkohl enthält laut der US-Behörde für Landwirtschaft und ihrer tollen Ernährungsdatenbank ungefähr die doppelte Menge an Nährstoffen. Daher mischen wir beide Kohle und erhalten ein sehr hübsches, pinkes Kraut.

Sauerkraut enthält viel Vitamin C, was gerade im Winter wichtig ist. In Korea wurde zum Beispiel beobachtet, dass Kimchi, die koreanische Version des Sauerkrauts, gegen Vogelgrippe half.  Außerdem wurde Sauerkraut früher auf Seereisen mitgenommen, um der Vitamin-C-Mangelkrankheit Skorbut vorzubeugen.

Sauerkraut entsteht durch Milchsäuregärung. Die Bakterien, die hierfür verantwortlich sind, sind überall – in der Luft, am Kraut, … – man braucht also nichts zuzusetzen, sondern hat kostenlos kleine Helfer. Falls man aber schon einen gärenden Ansatz hat und dem neuen Ansatz einen kleinen Schubser geben möchte, kann man vom gärenden Ansatz ein wenig Flüssigkeit nehmen und es mit in den neuen Ansatz geben. Das beschleunigt den Prozess etwas.

Sandor Ellix Katz schreibt in seinem empfehlenswerten Buch „Wild Fermentation“, dass gegärte Lebensmittel leichter verdaulich sind und die Gärung teilweise Nährstoffe umwandelt, so dass man in Gärprodukten zB. Vitamin B12 findet, das sonst hauptsächlich in Tierprodukten zu Hause ist. Außerdem zitiert er zum Thema Sauerkraut eine finnische Studie von Eeva-Liisa Ryhanen, die herausgefunden hat, dass so genannte Glukosinolate im Kohl durch die Gärung zu Isothiocynaten umgewandelt werden – und letztere bekämpfen wohl Krebs. Toll, oder?

Also dann, guten Appetit!

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Sauerkraut – easily made and delicious!

Our pink sauerkraut

Our pink sauerkraut

Autumn is here and the garden is slowing down. The farmers are selling cabbages in bulk and we’re getting our share ready for winter. Our favourite way of storing cabbage (and other vegetables) is as sauerkraut. Now some reader might think, „sauerkraut, I don’t like that stuff“. But if you have ever had really fresh sauerkraut, you know how much better that is than the packaged stuff.
Also, sauerkraut is very easy to make!
So, here we go:

You need:
Vegetables
Salt
a knife/grater/kitchen aid
A cutting board
a bowl
a container for the sauerkraut
a weight

First we cut the vegetables small. Depending on how you like your kraut, cut it finer or coarser.
Then you mix the vegetables with 2% salt (that is: 20 g salt per 1kg of vegetable). Mix it well so the salt gets everywhere.
Now you either pound the vegetables with a wooden sauerkraut pestle or whatever you have handy, or you squish it well with your hands. That makes the cell walls burst and they release the liquid that together with the salt makes the brine that keeps the kraut from molding.
The vegetables are then stuffed into the clean and dry container. Stuff well so that as little air as possible remains. After only a few minutes the salt will have drawn enough liquid out the vegetables to cover everything when you press it down. It’s important that all vegetable bits are covered by the brine because exposure to air will make them mold. So that’s why you need a weight to keep them from floating up. Real sauerkraut crocks usually come with weight stones, but if you have another container a plate weighted down or a little jar filled with water will suffice. It’s clever to have a jar that only just fits into your container, so that it keeps the air out as much as possible. Sauerkraut crocks have a little grove that you fill with water and when the lid sits in there, it blocks the air out, but the gas can still get out. Clever, hu?
Unless you have that, you can also put a cloth over your container to keep fruit flies out.
Especially in the beginning the kraut needs warmth to start fermenting. Temperatures around 20C are good.
Ok, vegetables are under „water“, weighted down, now we have to wait!
After a few hours, maybe longer, sauerkraut crocks start to go „blip!“; other containers might start to foam and overflow. After a few days, however, the fermentation slows down and the blipping and foaming decreases and eventually stops. The overflowing stops pretty quickly, too.
From about two weeks onwards the sauerkraut is ready to be eaten, but you can also let it ferment longer.
The best place for the sauerkraut is the crock/container, so it’s best to only take out as much as you’re going to eat. After taking some out, you should press the rest down to make sure everything is covered by the brine to avoid mold. Then you put the weight back one, the cloth over everything, done.

We like our sauerkraut best raw or on toasted bread covered with molten cheese.


A few thoughts about sauerkraut:

Hm, yummy!

Traditionally, sauerkraut is made with white cabbage. However, according to the USDA’s lovely nutrient database red cabbage contains more nutrients, so we mix it both to get lovely pink coloured sauerkaut.

Sauerkraut contains high amounts of vitamin c which is respecially important in winter. That’s why sailors used to take it on long journeys to avoid scorbut, a vitamin c deficiency. In Korea, research has even shown that given kimchi chickens suffering from bird flue recovered quickly!

Sauerkraut is fermented by lactic acid bacteria which live everywhere – in the air, on your vegetables, … – you don’t have to add anything to your vegetables, but get loads of little helpers for free! If you already have a sauerkraut going, though, you can just take some of its brine and add it to your new kraut as a starter. It will speed up the beginning some.

In his very recommendable book „Wild Fermentation“, Sandor Ellix Katz writes that fermented foods are much better digestable and that the fermentation even changes nutrients into others, meaning you can for example find Vitamin B12, which normally only appears in animal products, in fermented foods!
Also, he cites a Finnish study by Ph.D. Eeva-Liisa Ryhanen, who found out that so called glucosinolates in cabbage are turned into isothiocynates during the fermentation – and the latter fight cancer! Great, hu?

So, off you go, make and eat sauerkraut! It’s great food!

September 14, 2009

Permakultur 2 – Recycling

Ich liebe Gartenshopping! Ich komme an keinem Samenkatalog vorbei, Pflanzenhändler sind gefährlich für mich und der Rühlemann’s-Katalog ist meine Dauerlektüre.
Aber noch lieber bekomme ich Sachen kostenlos (wer tut das nicht?)! Das geht gut durch Recycling:

Ein unklebbar zerbrochener Teepot wird zum Blumentopf

Eine unklebbar zerbrochene Teekanne wird zum Blumentopf

Einfach vorsichtig ein Loch unten reinbohren oder hämmern und man hat einen schönen und ungewöhnlichen Blumentopf. Das kann man auch gut mit Tassen machen, wenn man zu viele hat und ich finde Pflanzen-Tassen besonders schön als Mitbringsel oder Geschenkidee.

Den Winter über wird das alte Aquarium als Gewächskasten fungieren

Den Winter über wird das alte Aquarium als Gewächskasten fungieren...

… und im Frühling wird daraus ein Mini-Teich mit essbaren Wasserpflanzen. Die ganzen Grünkohl-Pflänzchen stammen übrigens von einem Samentopf-Umkipp-Unfall… Sie werden jetzt nach und nach umgepflanzt und wenn alle weg sind, wandert auch das Aquarium an seinen eigentlichen Gewächskastenplatz.

Ein weiterer Kandidat für ein Gewächshaus oder Frühbeet ist dieses Fenster

Ein weiterer Kandidat für ein Gewächshaus oder Frühbeet ist dieses Fenster

Wir haben dieses und andere Fenster hier und da auf dem Sperrmüll gefunden und werden sie jetzt entweder zu Frühbeeten oder Gewächshäusern umfunktionieren.

Ein alter Zaun vom Dachboden

Ein alter Zaun vom Dachboden

An den Schuppen geschraubt können sich nächstes Jahr hier Gurken und weitere Kletterer lang hangeln. Dass das gut klappt zeigen schonmal die mexikanischen Mini-Gurken (Melothria scabra).

Diesen alte Wasch-Bottich haben wir im Schuppen gefunden

Diesen alten Wasch-Bottich haben wir im Schuppen gefunden

Der Boden war durchgerostet und so fanden viele Pflanzen hier ihr zu Hause. Im Vordergrund mit den länglichen Blättern übrigens ein Avocado-Bäumchen. Das muss ich im Winter dann aber reinholen.

Durchgeschnittene alte Baugitter sind ganz toll, um Tomaten oder andere Pflanzen zu stützen!

Durchgeschnittene alte Baugitter sind ganz toll um Tomaten oder andere Pflanzen zu stützen!

Fest in den Boden gerammt stützen sie sogar schwere Pflanzen wie eine unserer Sonnenblumen, die der Gravitation nicht mehr standhalten konnte.

Ein alter Sauerkrauttopf wird auch zum Blumenbottich

Ein alter Sauerkrauttopf wird auch zum Blumenbottich

Dieser alte Sauerkrauttopf hatte einen Sprung im Boden und lief letztes Jahr aus, also wurde er auch umfunktioniert und ist jetzt ein attraktiver Blumenbottich. Hier wachsen jetzt neben meiner Lieblingschili “Lila Luzi” noch eine Fava-Bohne, Erdbeeren, indische Kletterbohnen und Kapuzinerkresse.

Grünkohl-Recycling

Grünkohl-Recycling

Nachdem unsere Grünkohlpflanzen Samen gemacht hatten, schnitten wir die oberen Teile ab und ernteten die Samen. Die stehen gebliebenen Stämme schlugen zum größten Teil wieder neu aus und hier ist nun unser schönster recycleter Grünkohl, der mehrere neue Stämme gebildet hat. Meine Schwiegermutter hat mit der Methode eine Grünkohlpflanze drei Jahre (und länger?) am Leben gehalten und hatte jedes Jahr einen guten Ertrag.

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I love garden shopping! I can’t read seed catalogues without wishing to order something, plant suppliers are dangerous to me and the catalogue of the German plant supplier “Rühlemann’s” is my all-time favourite “book”.
But there’s one thing I love more: Getting stuff for free (who doesn’t love that?)!
And that works well through recycling:

Ein unklebbar zerbrochener Teepot wird zum Blumentopf

An un-glue-ably broken tea pot becomes a pretty flower pot

Carefully drill or hammer a hole in the bottom and you have a pretty and unusual flower pot. That also works well with mugs and cups if you have too many. I love giving plant mugs away as presents!

Den Winter über wird das alte Aquarium als Gewächskasten fungieren

In winter this old aquarium will be used as a cold-frame...

… and in spring I will turn it into a mini pond with edible aquatic plants. All those kale plants originate from a seed-spilling accident. One by one they’re being transplanted now and when they’re all gone, the aquarium will also be moved to its cold-frame location.

Ein weiterer Kandidat für ein Gewächshaus oder Frühbeet ist dieses Fenster

This window is another future cold-frame or greenhouse

We found this window and a few others in the trash and took them home to make them into greenhouses or cold-frames.

Ein alter Zaun vom Dachboden

An old fence from the attic

Screwed to the wall of the garden shed, cucumbers and other climbers can grow up here next year. The mouse melons (Melothria scabra) show already how well that will work.

Diesen alte Wasch-Bottich haben wir im Schuppen gefunden

This old wash tub was found in the shed

It had rusted through and we turned into a plant tub. The plant in the foreground with the longish leaves is an avocado tree which will be moved inside for winter.

Durchgeschnittene alte Baugitter sind ganz toll, um Tomaten oder andere Pflanzen zu stützen!

Small pieces of construction wire make for a great trellis

Stuck deeply into the ground it even supports heavy plants like one of our 2-m sunflowers that couldn’t withstand gravity any longer.

Ein alter Sauerkrauttopf wird auch zum Blumenbottich

I love you, Lila Luzi!

This old sauerkraut crock had a crack in the bottom and was leaking. So we turned it into a home for for lots of plants: Next to my favourite chili plant “Lila Luzi” there are a fava bean, strawberries, Indian runner beans and a nasturtium.

Grünkohl-Recycling

Kale recycling

After our kale plants went to seed, we chopped off the seed heads and harvested the seeds. The trunks of the plants we left standing and most of them sprouted again. Here is our nicest recycled kale which has multiple new stems. My mother-in-law kept a kale plant alive and going for three years (and longer?) by cutting it back.

September 4, 2009

Permakultur im Garten 1 – Gardening with Permaculture 1

Die ersten beiden Augustwochen verbrachten wir im schönen Dartmoor in England und lernten dort mehr über Permakultur. Wir hatten schon vorher Bücher darüber gelesen und im Garten einiges ausprobiert und jetzt nach dem Kurs sind wir umso inspirierter!
Hier also eine kleine Serie, was man mit ein paar einfachen Techniken im Garten so machen kann:

Heute: Die vertikale Ebene entdecken

Egal, wie groß der Garten ist, eigentlich hat man immer zu wenig Platz. Aber meistens wird vergessen, dass man nicht nur in der horizontalen Ebene pflanzen kann, sondern auch in der vertikalen und man vielleicht mehr Platz hat, als man denkt:

Wo ist der Zaun? Unterm Kürbis!

Wo ist der Zaun? Unterm Kürbis!

Das Paradebeispiel ist sicher der Kürbis (hier: Feigenblattkürbis, Curcubita ficifolia): Auf dem Boden nimmt er unheimlich viel Platz weg, aber eigentlich klettert er ja sowieso viel lieber sonstwo lang und so ist unserer jetzt auf dem Zaun gelandet. Je nach Zaun muss man eventuell noch ein wenig stützen, sonst kann sich der Zaun unter der Last der reifenden Früchte ganz schön biegen.

Kürbis im Busch

Kürbis im Busch

A propos Biegen: Gerade wenn Kürbisse in Bäume und Büsche hineinwachsen, sollte man ein Auge darauf haben. Sonst können ganz schnell Äste abbrechen, die man eigentlich lieber behalten hätte. Ein weiterer Bonus des Baum-Kürbisses: Die spannende Suche, wieviele Kürbisse man eigentlich hat. Manchmal verstecken sie sich gut!

Kürbis im Kirschbaum

Kürbis im Kirschbaum

Hier hängt ein Kürbis aus dem Kirschbaum. Obwohl wir die wachsende Pflanze immer wieder auf die dicken Zweige gelegt haben, hat sie sich als wir nicht da waren, wieder auf einen dünneren Zweig rübergeschlichen. Also wird dieser Kürbis bald geerntet, bevor er dem Baum zu schwer wird. Den Feigenblattkürbis kann man übrigens auch wenn er noch jung ist essen, dann schmeckt er mehr wie Zucchini. Wenn er ausgereift ist, hält er sich über mehrere Jahre, trocknet aber innen wie ein Flaschenkürbis langsam aus, also sollte man ihn schon innerhalb eines Jahres aufessen.

Flaschenkürbis im Zelt

Flaschenkürbis im Zelt

Der Flaschenkürbis (Lagenaria) ist auch ein Kletterkandidat. Bei uns hat er das Pflanzenzelt erobert und man muss schauen, dass man sich nicht Kopf stößt.

Tomate am Haus

Tomate am Haus

Bei Tomaten (hier: “Fence Row Cherry”) ist die Vertikale doppelt von Vorteil: Läßt man sie am Haus hochwachsen, wärmt die von der Sonne aufgewärmte Wand auch nachts und erzeugt so ein Mikroklima. So überleben die Tomaten länger als anderswo. Außerdem schützen meist auch überhängende Dächer vor übermäßigem Regen. Dieses Foto ist von vorgestern – während anderswo die Tomaten schlapp machen, legt die Fence Row Cherry hier erst richtig los und produziert Tomaten wie wild.

"Stapeln" im Vorgarten

"Stapeln" im Vorgarten

Das “Stapeln” von Pflanzen um den Platzverbrauch zu optimieren geht natürlich auch mit ornamentalen Pflanzen. Der Boden wird hier von Lavendel, Konkardenblättern und Escholtzie bedeckt,
daraus hervor ragen die Königskerze und der kleine Stachelbeerbusch und die rote Winde und der falsche Jasmin klettern daran hoch.

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We spent the first two weeks of August in beautiful Dartmoor in England and learnt more about permaculture. We’d been reading books on permaculture before and experimented in our garden, but now we were even more inspired.

So today I’ll start a little series on how to use permaculture principles in gardening.

Today: Exploring the vertical!

No matter how big the garden, there always seems too little space. But often people forget that you can not only use the horizontal plane, but also the vertical one:

Wo ist der Zaun? Unterm Kürbis!

Where's the fence? Hidden by the pumpkin!

The prime example is probably the pumpkin or squash (here: Malabar gourd, Cucurbita ficifolia): Takes up lots of space when grown on the ground, but it seems to prefer climbing anyway and so ours ended up on the fence.
Depending on the fence, make sure to support it some (the fence, not the pumpkin), otherwise it might bend under the weight of the growing pumpkins.

Kürbis im Busch

Bush pumpkin

Speaking of bending: Especially when pumpkins grow into bushes and trees, you should keep an eye on them! Otherwise the weight might break off branches that you would have preferred to keep. Another plus of the tree pumpkin: The exciting search for ripe fruit which sometimes like to hide well.

Kürbis im Kirschbaum

Pumpkin in the cherry tree

Here a pumpkin is hanging out of the cherry tree. Even though we kept winding the tendrils around a thick branch, it secretly fastened itself to a thinner branch while we were away. So we’ll harvest this gourd before it gets too heavy for the branch. Malabar gourds you can eat when they’re young and taste like zucchini or have them ripen all the way and then store them up to three years. While being stored it starts to dry out inside though, so you should eat it within a year.

Flaschenkürbis im Zelt

Bottle gourd in the tent

The bottle gourd (lagenaria) is also a climber. Ours conquered our plant tent and you have to watch your head in there!

Tomate am Haus

Tomato on the house wall

Tomatoes (here: “Fence Row Cherry”) profit doubly from the vertical plane if it’s a house wall: The wall stores the day’s heat and warms the plant all night, creating a microclimate that helps it survive colder nights than it normally would. Also, the overhanging roof protects the tomato from too much rain. This photo is from the day before yesterday – even though other tomatoes have already given up, the Fence Row Cherry is still going strong, producing flowers and tomatoes like mad!

"Stapeln" im Vorgarten

Stacking in the front yard

You can also “stack” ornamental plants: The ground here is covered by lavender, escholtzia and the leaves of a Gaillardia; the mullein and the little gooseberry bush protude from out of them and the Cardinal climber and the Jasmine nightshade climb up it.

June 21, 2009

Mein Lieblingsbeet and wie ich gärtnere – My favourite garden bed and how I garden

Nachher: Dieses Beet wurde auch kurz vor Abfahrt besät. Jetzt ist alles groß und grün.

Mein Lieblingsbeet - My favourite garden bed

Mein Lieblingsbeet wurde dieses Jahr neu angelegt – letztes Jahr wuchsen hier nur wilde Brombeeren und Efeu. Dieses Frühjahr häuften wir ein Halb-Hochbeet an, das auf einer Seite normal hügelig ist, aber direkt mit dem Zenit des Hügels an die kleine Mauer angrenzt.
Hier wachsen viele verschiedene Gemüsesorten – Tomaten “Marmande”, chinesische Gemüsechrysantheme (Shungiku), Rosenkohl, Linsen, Mangold, Blattkoriander (Cilantro), Stangensellerie, Vogelmiere, Kapuzinerkresse und Huflattich (selbst ausgesät).

Wie man sieht, wächst alles wild durcheinander und ziemlich eng bei einander. Das Durcheinander hat den Vorteil, dass Schädlinge nicht so einfach von Pflanze zu Pflanze hüpfen können, sondern teilweise sogar von den Nachbarpflanzen abgewehrt werden. Außerdem verhindert das auch einseitige Bodenbelastung und idealerweise wird jährlicher Fruchtwechsel überflüssig. Dazu können wir aber noch nichts sagen, da unser Garten erst letztes Jahr entstanden ist und dieses Beet erst dieses Jahr.
Und dadurch dass die Pflanzen eng stehen, bleibt der Boden feucht und nur wenig ungewollte Beikräuter kommen durch. Ab und zu ernten wir ein paar Kohlblätter, die anderen Pflanzen zu viel Schatten geben oder beschneiden mal hier und da was, aber im Großen und Ganzen wächst alles sehr gut und ich habe nicht den Eindruck, dass die Pflanzen sich Platz, Licht oder Nährstoffe rauben.

Wir gärtnern nach dem Prinzip “Weniger Energie reinstecken als rauskommt”, d.h. heißt wir versuchen, möglichst gute Resultate mit möglichst wenig Aufwand zu erzielen. Daher geize ich meine Tomaten auch nicht aus, und bisher waren die Erträge trotzdem (oder deswegen?) immer hoch.
Unsere Vorbilder/Inspirationen sind hierbei Masanobu Fukuoka und Bill Mollisons Permakultur. Allerdings experimentieren wir derzeit auch mehr, als dass wir planen.

Das Säen läuft bei mir so vonstatten, dass ich die Samen der Pflanzen, die ich gerne zusammen ein einem Beet hätte (meistens eine bunte Mischung verschiedener Pflanzenfamilien sowie ober- und unteriridischer Pflanzen), zusammen in einen Topf werfe, dann mit einigen Handvoll Komposterde mische und über das Beet streusle. Im Vergleich zum traditionellen Rillenziehen oder Löcher bohren ist das eine immenser Arbeitseinsparung. Nur bei sehr großen Samen wie Erbsen und Bohnen bohre ich Löcher (Linsen werden auch gestreuselt). Dann kommt eine dünne Lage Stroh oder angetrockeneter/trockener Grasschnitt darüber, um die Erde feucht zu halten und wenn es über längere Zeit sehr trocken ist, wird auch gegossen. Gerade beim Grasschnitt wird die Lage allerdings nur sehr dünn, weil der, wenn der nass wird, schnell zusammenklebt und die Sämlinge nicht durch können. Nach ein paar Tagen keimt alles gut und während der Mulch sich langsam auflöst, wachsen die Pflanzen und halten dann mit ihren Blättern die Erde feucht. Bisher habe ich mit dieser Methode keine Probleme gehabt.
In einem anderen Beet habe ich Möhren mit einer Mischung aus asiatischen Blattgemüsen und Salat gesät. Dort sind die Blattgemüse und der Salat sehr schnell gewachsen und die Möhren keimten sehr langsam, aber jetzt wo das Gemüse abgeerntet ist und die Möhren alles Licht für sich haben, holen sie wieder auf.

Wir lassen in der Regel auch einige Pflanzen zur Samenbildung stehen, bzw. pflücken nicht die ganze Pflanze sondern nur einige Blätter (beim Mangold oder Grünkohl zB.). Die Pflanzen samen sich neu aus oder wir sammeln die Samen ein und können sie selbst neu aussäen. In unserem Salat- und Rukolabeet wächst jetzt Rukola der vierten oder fünften Generation. Und da wir rechtzeitig neue Mangoldpflänzchen gesät haben, sind die jetzt alt genug, um ihnen ab und an ein paar Blätter zu klauen, während ihre älteren Familienmitglieder fleißig blühen (Mangoldblüten duften übrigens honigsüß!).

Wir sind ziemlich zufrieden mit unseren Methoden und werden sie wohl auch ohne größere Änderungen so beibehalten.

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My favourite garden bed was newly created this year – last year this was a patch of wild blackberries and ivy. This spring we built a “hill bed” that is roundish on one side and has its back against the little wall behind it.
Here we have lots of different vegetables growing – tomatoes “Marmande”, Chinese vegetable chrysanthemum (Shungiku), Brussel sprouts, lentils, Swiss chard, cilantro, Pascal celery, chickweed, nasturtiums and colt’s foot (sowed itself).
As you can see, everything grows mixed together and very tightly together even. The mixed planting is good against pests that can’t just go from plant to plant as with row planting, but are even deterred by neighbouring plants. Also it prevents onesided soil leech and ideally crop rotation becomes superfluous. We can’t say anything about that yet, though, because our garden was only started last year and this bed only this spring.

As the plants are very tightly spaced, they keep the soil cool and moist and prevent unwanted weeds. Every now and then, we cut a few cabbage leaves that shade other plants too much or prune here or there, but mostly everything grows well on it own and I don’t get the impression that the plants are stealing one another space, light or nutrients.

Our gardening principle is to put less energy into the system than we get out, meaning we’re trying to get best results with least work. Therefore, I also don’t prune my tomatoes and so far we’ve always had great harvests.
Our role models/inspirations are Masanobu Fukuoka and Bill Mollison’s permaculture. Nevertheless, we currently experiment more than we plan.

I sowing the plants as follows: I take the seeds of the plants I want to grow in one bed (mostly a mixture of plants of different families as well as above and underground plants) and throw them into a little pot. Then I add a few handfuls of compost dirt, mix it all well and sprinkle it over the bed until it’s all on there. Compared to the usual way of making little furrows or holes, it’s an immense time-saver. I only make little holes for really big seeds like peas and beans (lentils I also sprinkle with the rest). Then I sprinkle a thin layer straw or dry grass cuttings on top to keep the soil moist and when it’s dry for more than a day or two, I also water the bed. Especially with the grass cuttings you want to bed careful, though, not to get the layer too thick as it cakes up when it gets moist and prevents the seedlings from coming through.
After a few days everything germinates and while the mulch decomposes, the plants grow and their leaves create shade and keep moisture.
So far I haven’t had any problems with this method of sowing.

In another bed I sowed carrots and a mixture of Asian greens and lettuce. The greens and the lettuce grew very quickly while the carrots took their time, but now that the greens and the lettuce are harvested, they’re catching up.

Usually we leave at least a couple of plants per species to go to seed or we only pick the leaves rather than the whole plant (as with Swiss chard and kale). The plants then go to seed and re-seed themselves or we collect the seeds and do the sowing ourselves.
In our lettuce and arugula bed, the arugula that currently grows is forth or fifth generation! And since we have sowed Swiss chard just in time, we have new little Swiss chards to harvest from while their older brothers are blooming (Swiss chard blossoms smell sweet like honey!).

We’re pretty happy with our methods of gardening and we’ll probably keep them without major changes.

June 11, 2009

BAM! Die Gartenexplosion! – The Garden explosion!

Im Mai wurde es still im Blog, denn wir waren für einen Monat im hohen Norden, in Schweden. Nach zwei Wochen herumreisen bekam ich eine Email von meiner Mutter mit der Nachricht, dass unser Garten “explodiert” sei. Wir waren gespannt!
Tatsächlich erwartete uns eine Überraschung als wir wieder zu Hause ankamen. Alles war in die Höhe und Breite geschossen – oder vor Hitze und Durst gestorben (unser Gießservice war nicht sehr fleißig). :(
Hier ein paar Vorher-Nachher-Bilder:
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I took a blog pause in May because we went up north to Sweden for a month. After travelling for two weeks, I found an e-mail in my inbox: My mum wrote that our garden had exploded. We were excited to see!
Indeed it was quite the surprise when we came back home: Everything was banging and had multiplied in size – or died of heat and thirst (our watering service hadn’t been so diligent).

A few before/after shots:

Vorher: Der Vorgarten. Alles noch kahl und klein.

Vorher: Der Vorgarten. Alles noch kahl und klein. --- Before: The front yard

Nachher: Alles ist Grün!

Nachher: Alles ist Grün! --- After: The front yard is green!

Unser Bohnenzelt am Vorabend der Abfahrt. Mais und Bohnen sind frisch gepflanzt.

Unser Bohnenzelt am Vorabend der Abfahrt. Mais und Bohnen sind frisch gepflanzt. --- Our bean tent on the evening of the day before we left; corn and beans have just been planted.

Bohnenzelt bei Rückkehr: Der Mais ist mangels Gießens nicht sehr groß geworden und die wenigen Bohnen, die gekommen sind, sind verdorrt oder von Schnecken abgefressen worden.

Bohnenzelt bei Rückkehr: Der Mais ist mangels Gießens nicht sehr groß geworden und die wenigen Bohnen, die gekommen sind, sind verdorrt oder von Schnecken abgefressen worden. --- The bean tent upon our return: Lack of watering dwarfed the corn and the few beans that sprouted got eaten by slugs or died of thirst.

Baumscheibe um den Süßkirschbaum - alles ist massiv gewachsen.

Nachher: Baumscheibe um den Süßkirschbaum (oben im Bild rechts) - alles ist massiv gewachsen. --- After: The bed around the sour cherry tree (on the right side in the above picture) - everything is banging.

Nachher: Dieses Beet wurde auch kurz vor Abfahrt besät. Jetzt ist alles groß und grün.

Nachher: Dieses Beet wurde auch kurz vor Abfahrt besät (wie auf dem Bild unten zu sehen). Jetzt ist alles groß und grün. --- After: This bed also got planted just before we left (see on the picture below). Now everything is big and green.

Vorher: Der Gemüsegarten. Die Beete sind besät, aber noch sieht man wenig.

Vorher: Der Gemüsegarten. Die Beete sind besät, aber noch sieht man wenig. --- Before: The veggie garden. The bed have been planted but there's little to see.

Nachher: Das Beet ist grün und voller Erbsen.

Nachher: Das Beet ist grün und voller Erbsen. --- After: The bed is green and full of sugar snap peas

Nachher: Der Mangold und der Kohl, die wir haben Blüten bilden lassen, produzieren jetzt fleißig Samen und sind riesig geworden.

Nachher: Der Mangold und der Kohl, die wir haben Blüten bilden lassen, produzieren jetzt fleißig Samen und sind riesig geworden. --- After: The Swiss chard and the kale that we left to flower are making seeds and have grown enormously.

Vorher: Unser Bohnenschattenbeet soll später die Ecke beim Holunderbaum vor Sonne schützen, damit es dort auch im Hochsommer kühl bleibt.

Vorher: Unser Bohnenschattenbeet soll später die Ecke beim Holunderbaum vor Sonne schützen, damit es dort auch im Hochsommer kühl bleibt. --- Before: Our shade bean bed is supposed to keep the corner under the elder tree cool later in the year.

Nachher: Obwohl das Beet nur späte Abendsonne bekommt, ist alles super gewachsen.

Nachher: Obwohl das Beet nur späte Abendsonne bekommt, ist alles super gewachsen. --- After: Even though the bed only gets evening sun, everything grew well.

Noch eine Schattenecke, wo's gut wächst. Die Buschtomaten bekommen Morgensonne und ein bisschen Abendsonne.

Noch eine Schattenecke, wo's gut wächst. Die Buschtomaten bekommen Morgensonne und ein bisschen Abendsonne. --- Another shady corner: The bush tomatoes only get morning and evening sun.

Nachher: Die Bank mit meinen Indoor-Pflanzen. Die Tomaten rechts auf der Bank wurden im Dezember gesät und trugen im März ihre ersten Tomaten.

Nachher: Die Bank mit meinen Indoor-Pflanzen. Die Tomaten links auf der Bank wurden im Dezember gesät und trugen im März ihre ersten Tomaten. --- After: The bench with my indoor plants. The tomatoes to the left on the bench were plante in December and had their first ripe fruit in March.

Ich werde in nächster Zeit mal die Teile des Gartens einzeln und genauer vorstellen.

In the near future I’ll write more about the individual parts of the garden.


May 4, 2009

Tannenspitzensirup – Spruce tip syrup

Der Frühling ist warm und alles wächst wie wild. Unter anderem auch die Tannen und ihre Spitzen leuchten grellgrün. Jetzt ist also die Zeit für:

Tannenspitzensirup

Man braucht Tannenspitzen und Zucker. In ein fest verschraubbares Glas füllt man jetzt eine Schicht Tannenspitzen, darauf eine Schicht Zucker, dann wieder Tannenspitzen, etc. Die Schichten schön zusammendrücken – wie beim Sauerkraut machen! Ganz oben kommt eine Schicht Zucker und das Glas wird fest verschlossen.
Dann stellt man es in die Sonne und der Zucker entzieht den Tannenspitzen die Flüssigkeit. Ich schneide die Tannenspitzen auch ganz gern ein bisschen kleiner, weil dann die Flüssigkeit auch schneller rauskann.
Nach ca. einer Woche hatte sich der Inhalt meines letzten Ansatzes schon auf die Hälfte verringert (die Tannenspitzen fallen zusammen) und ich habe noch ein bisschen nachgefüllt.
Nach einigen Wochen oder Monaten ist dann der Zucker mehr oder weniger flüssig (wenn man zuviel Zucker drin hatte, löst sich nicht alles auf) und man kann den Sirup umfüllen.

Der Sirup enthält sehr viel Vitamin C und wird bei Erkältungskrankheiten genommen.
Man kann die Tannenspitzen auch mit Wasser und Zucker kochen, aber ich mag die schonendere Variante lieber.

Vorsicht: Wo die Spitzen abgemacht werden, wird der Baum dieses Jahr nicht weiter wachsen! Also bitte nur immer wenige Spitzen pro Zweig nehmen und möglichst an Stellen, in denen der Baum ohnehin nicht wachsen soll (ich habe meine Spitzen von einem Zweig, der versuchte, einen Weg zu versperren). Also bitte mit Bedacht pflücken, gerade im Wald – sonst ärgern sich die Förster.

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Spring is warm und everything in the garden is banging! Especially the fir and spruce tips are glowing bright green. So now is the time for:

Spruce tip syrup

You need spruce tips and sugar. Now you put a layer of spruce tips into a jar and then a layer of sugar, another layer of spruce tips, etc. Press everything down firmly – as if you were making sauerkraut! At the end you top it off with a layer of sugar and screw the lid on tightly.
Then you put the jar on a sunny windowsill and you’ll see how the sugar draws the liquid out of the spruce tips. I like to cut the spruce tips a little smaller because it helps the sugar draw the liquid.
After a week of my first syrup making, the jar was only half full, because the spruce tips had reduced in size and the sugar had become liquid. Then I just filled it up some more.
After some weeks or months, the sugar is more or less liquid (if you added too much sugar in the beginning it doesn’t get completely liquid) and you can strain the syrup off and put it into a different jar.

The spruce tip syrup is full of vitamin c and great against colds and flues.
You can also cook the spruce tips with sugar and water to make a syrup, but I prefer the more gentle method without cooking.

Caution: At the places where you take off the tips, the tree won’t grow anymore this year! So please make sure to only ever take a few tips per branch and if possible only in places where the tree isn’t supposed to grow anymore anyway (my tips were taken from a branch that was trying to block the path)
So please pick with that in mind, especially if you pick your spruce tips out in the wild, otherwise the rangers might get upset.

April 21, 2009

More about dandelions – Noch mehr Löwenzahn

Today is nice and sunny and all the dandelion blossoms are open and pretty. I picked a bowlful and wondered what to do with them. Last year I made about a gallon of syrup, so I’m still good. Then I remembered vinegar. I’ve never made dandelion blossom vinegar before, so I can’t tell you if it tastes good or not. But here’s the “recipe”:
*Lots of dandelion flowers
*good vinegar (I used white wine vinegar and self-made honey wine vinegar)

Put as many dandelion blossoms in a jar as you want or can. Top up with vinegar. Cap tightly, label (!) and store for a while (I guess maybe two weeks?).

I’ll tell you if it’s good in a few weeks.

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Die Sonne scheint und die Löwenzahnblüten sind offen und wunderbar gelb. Also habe ich eine Schüssel voll gesammelt und dann überlegt, was ich damit machen soll. Löwenzahnsirup habe ich letztes Jahr massig gemacht und habe immer noch viele Gläser voll. Dann fiel mir Essig ein. Ich habe noch nie Löwenzahnblütenessig gemacht und weiß nicht, ob er gut schmeckt, aber hier ist mein “Rezept”:
*viele Löwenzahnblüten
*guter Essig (ich habe Weißweinessig und selbst gemachten Honigweinessig genommen)
Soviele Löwenzahnblüten wie gewünscht/möglich in ein Glas tun und mit Essig bis oben hin füllen. Den Deckel fest drauf schrauben, Etikett drauf und warten.
Ich schätze, es wird so zwei Wochen dauern, bis es gut durchgezogen ist. Dann kann ich auch sagen, ob es gut schmeckt oder nicht.

April 21, 2009

More about nettles – Noch mehr Brennnesseln

On Sunday I went nettle picking. The weather was great, the nettles in abundance and I picked and picked and picked some more. When I stopped I had a huge heap.
Back home I started making little bundles and hanging up to dry in our shed. After using up about a third, I ran out of space. So then I took some in to cook and make tea with. That was another third. The last third I put into a big tub and put rainwater on them and now they’re fermenting into a nice liquid fertilizer.
The dried nettles are for times of less vigorous vegetation, by the way. After the nettles have dried I will strip of the leaves and keep them in a dry and dark place. In winter I can just take several hand-fulls of the nettles and add them to soup or other dishes. A few crushed nettles sprinkled on top of a rice dish also make a good seasoning.

A word about the Stinging: Yes, nettles sting. But once they’re starting to wilt, the sting is much less and once they’re dry or cooked, they don’t sting anymore. But when you pick them, you might want to use gloves. The sting is good against arthritis or the pain of old scars though. My husband’s hands always hurt in cold weather because of some old microfractures, but after a few springs of collecting nettles, his hands don’t hurt anymore.

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Am Sonntag war ich Brennnesseln pflücken. Das Wetter war super, die Brennnesseln im Überfluss vorhanden und ich sammelte und sammelte. Als ich aufhörte, hatte ich einen riesigen Haufen.
Wieder zu Hause begann ich die Brennnesseln in kleine Bündel zu binden und im Schuppen zum Trocknen aufzuhängen. Als ich ungefähr ein Drittel meines Haufens aufgebraucht hatte, war kein Platz mehr im Schuppen. Also nahm ich ein paar Brennnesseln mit zum Kochen und für Tee ins Haus. Jetzt hatte ich aber immer noch ein Drittel übrig. Das füllte ich dann in einen großen Bottich und goß Regenwasser drauf. Das fermentiert jetzt schön und wird ein guter Flüssigdünger.
Die getrockneten Brennnesseln sind für Zeiten mit weniger Grün. Wenn sie schön trocken sind, werde ich die Blätter von den Stielen befreien und kühl und trocken lagern. Im Winter kann ich dann einfach ein paar Handvoll in Suppe oder andere Gerichte tun. Getrocknete Brennnesselnblätter sind auch ein tolles Gewürz für Reis oder andere Sachen.

Ein Wort zum Brennen der Nessel:Ja, Brennnesslen brennen. Aber wenn sie erstmal anfangen zu welken, brennen sie schon weniger und wenn sie getrocknet sind oder gekocht, ist es mit dem Brennen ganz vorbei. Beim Pflücken verwende ich trotzdem meistens Handschuhe.  Das Brennen der Brennnessel ist allerdings gut gegen Rheuma oder den Schmerz alter Verletzungen. J’s Hände schmerzten immer, wenn es kalt wurde, da er früher mal ein paar Mikrobrüche hatte, die nie ganz verheilten. Aber nach ein paar Frühlingen voller Brennnesselpflücken tun sie nicht mehr weh.

April 18, 2009

Still Alive – Noch am Leben

Now available in English and German!

So, it’s been quite a while… It seems like with gardening and baby and studying, there’s no time for anything else. Where do people get so much time to watch TV?!

Anyway, here’s a quick life sign and I hope that I’ll be able to blog more regularly again in the future.

Now is the time for:
In central Europe it’s now time for dandelions and nettles!

Dandelions are yummy greens which are good cooked or raw or as a pesto. The older the leaves, the more bitter – but it’s good for your liver.
The flower buds are delicious cooked and the flowers themselves make a lovely syrup (soak overnight in water and then cook the water down with sugar to a syrup). My son loves to just eat them straight.

Nettles are picked while they’re still small and tender (meaning now). You can make a strong tea with them by using 60 g fresh weight in a liter of water and letting it steep for min. 4 hours. Then strain the tea off and drink it! The greens you can use in your soup or whatever other meal you’re eating. You can also just cook/boil/steam them and they’re great fried in butter. I also like to make a potato nettle mush. Nettles are very high in iron and other minerals and are a great way to get your body in shape in spring.

So, start cooking!

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Huch, schon April?! Wie die Zeit vergeht, wenn man einen Garten und ein Baby hat!
Hier ist ein kurzes Lebenszeichen und ich hoffe, dass ich in Zukunft regelmäßiger bloggen werden kann.

Jetzt ist die Zeit für:

In Mitteleuropa ist jetzt die Zeit für Löwenzahn und Brennnessel;

Löwenzahn hat leckere Blätter, die man roh, gekocht oder als Pesto essen kann. Je älter desto bitterer sind die Blätter, aber gut für die Leber.
Die Blütenknospen sind sehr lecker gekocht (hatte sie gestern auf meiner Pizza) und die Blüten ergeben einen tollen Sirup (Blüten über Nacht in Wasser stehen lassen und dann mit dem Wasser und Zucker einen Sirup kochen). Mein Sohn isst die Blüten gerne direkt.

Brennnesseln pflückt man, wenn sie noch klein und zart sind (also jetzt). Man kann einen starken Tee aus ihnen kochen (60g Frischgewicht auf einen Liter Wasser, min. 4 Stunden ziehen lassen, dann trinken und die Blätter im Essen verwenden). Brennnesseln kann man auch dünsten, kochen oder in der Suppe verwenden. Ich mache auch gerne Brennnessel-Kartoffelbrei und sie schmecken super in Butter gedünstet.
Brennnesseln haben viel Eisen und andere Mineralien und sind daher gut um den Körper im Frühjahr in Schwung zu bringen.

Guten Appetit!

December 15, 2008

The Mystery Deer

Yesterday we went for a walk and as we turned from a concrete road onto a sandy muddy path, I discovered tracks! Now I’m not a good tracker yet, but it seemed pretty obvious that the tracks were deer tracks. Or goat? No, must be deer! Judging from the size I decided it must have been roe deer. The path we were following cut between two gravel pits and was therefore fenced off on either side. I felt bad for the poor deer who had to go through there, with no way to escape to either side for several hundred meters. But then, they probably came through early in the morning.
Earlier we had also seen hunters. Had the deer encountered them, too?
There were lots of tracks and I counted at least three different deer. All about the same size, walking at a comfortable, slow speed.
Lots of other tracks were visible, too, bike, people, dogs. We had just passed a horse farm and there were also lots of horse tracks. Had they been made before or after the deer? I tried to find a set of horse tracks that was either over or under the deer tracks to confirm me.
We followed the tracks for quite a while and every now and then I thought I had lost them, only to find some more tracks.
We came to a hole in the fence to one of the gravel pits, but the deer hadn’t gone in there. They had gone straight.
Eventually we got to where the fences stopped and a big meadow was ahead. We followed the path along the edge of the meadow for a while and there were no more tracks. Of course – why would the deer keep following the path now that they could go where they wanted? We climbed onto a little platform that gave us a lovely overview and a little ahead on a hilltop I saw a man with a stick and a dog and thought that he looked like he could be a shepherd.
Then we got back onto the main path that cut across the meadow and led uphill to a little park with lots of walnut tree youngsters. As we got back onto the main path I saw the tracks again. Why were the deer following the path still? I was confused! Then I heard a distinct “Baaaah!” and in my mind it made “click”: My mysterious deer weren’t deer at all! They were sheep! And they had been following the path because a shepherd with a dog had led them that way.
Ha! I really should have listened to myself when I had the second thought with the goats.

Here are some pictures:

Lots of tracks on the road

Lots of tracks on the road

Who was first? The mystery "deer" or the horse?

Who was first? The mystery "deer" or the horse?

"Hm, why are the toes of the animal spread so far? That doesn't look like deer, does it?"

"Hm, why are the toes of the animal spread so far? That doesn't look like deer, does it?"

"Why do the tracks still follow the path?"

"Why do the tracks still follow the path?"

The solution is in view

The solution is in view

The mystery deer are sheep

The mystery deer are sheep