Monthly Archives: June 2009

Mein Lieblingsbeet and wie ich gärtnere – My favourite garden bed and how I garden

Nachher: Dieses Beet wurde auch kurz vor Abfahrt besät. Jetzt ist alles groß und grün.

Mein Lieblingsbeet - My favourite garden bed

Mein Lieblingsbeet wurde dieses Jahr neu angelegt – letztes Jahr wuchsen hier nur wilde Brombeeren und Efeu. Dieses Frühjahr häuften wir ein Halb-Hochbeet an, das auf einer Seite normal hügelig ist, aber direkt mit dem Zenit des Hügels an die kleine Mauer angrenzt.
Hier wachsen viele verschiedene Gemüsesorten – Tomaten “Marmande”, chinesische Gemüsechrysantheme (Shungiku), Rosenkohl, Linsen, Mangold, Blattkoriander (Cilantro), Stangensellerie, Vogelmiere, Kapuzinerkresse und Huflattich (selbst ausgesät).

Wie man sieht, wächst alles wild durcheinander und ziemlich eng bei einander. Das Durcheinander hat den Vorteil, dass Schädlinge nicht so einfach von Pflanze zu Pflanze hüpfen können, sondern teilweise sogar von den Nachbarpflanzen abgewehrt werden. Außerdem verhindert das auch einseitige Bodenbelastung und idealerweise wird jährlicher Fruchtwechsel überflüssig. Dazu können wir aber noch nichts sagen, da unser Garten erst letztes Jahr entstanden ist und dieses Beet erst dieses Jahr.
Und dadurch dass die Pflanzen eng stehen, bleibt der Boden feucht und nur wenig ungewollte Beikräuter kommen durch. Ab und zu ernten wir ein paar Kohlblätter, die anderen Pflanzen zu viel Schatten geben oder beschneiden mal hier und da was, aber im Großen und Ganzen wächst alles sehr gut und ich habe nicht den Eindruck, dass die Pflanzen sich Platz, Licht oder Nährstoffe rauben.

Wir gärtnern nach dem Prinzip “Weniger Energie reinstecken als rauskommt”, d.h. heißt wir versuchen, möglichst gute Resultate mit möglichst wenig Aufwand zu erzielen. Daher geize ich meine Tomaten auch nicht aus, und bisher waren die Erträge trotzdem (oder deswegen?) immer hoch.
Unsere Vorbilder/Inspirationen sind hierbei Masanobu Fukuoka und Bill Mollisons Permakultur. Allerdings experimentieren wir derzeit auch mehr, als dass wir planen.

Das Säen läuft bei mir so vonstatten, dass ich die Samen der Pflanzen, die ich gerne zusammen ein einem Beet hätte (meistens eine bunte Mischung verschiedener Pflanzenfamilien sowie ober- und unteriridischer Pflanzen), zusammen in einen Topf werfe, dann mit einigen Handvoll Komposterde mische und über das Beet streusle. Im Vergleich zum traditionellen Rillenziehen oder Löcher bohren ist das eine immenser Arbeitseinsparung. Nur bei sehr großen Samen wie Erbsen und Bohnen bohre ich Löcher (Linsen werden auch gestreuselt). Dann kommt eine dünne Lage Stroh oder angetrockeneter/trockener Grasschnitt darüber, um die Erde feucht zu halten und wenn es über längere Zeit sehr trocken ist, wird auch gegossen. Gerade beim Grasschnitt wird die Lage allerdings nur sehr dünn, weil der, wenn der nass wird, schnell zusammenklebt und die Sämlinge nicht durch können. Nach ein paar Tagen keimt alles gut und während der Mulch sich langsam auflöst, wachsen die Pflanzen und halten dann mit ihren Blättern die Erde feucht. Bisher habe ich mit dieser Methode keine Probleme gehabt.
In einem anderen Beet habe ich Möhren mit einer Mischung aus asiatischen Blattgemüsen und Salat gesät. Dort sind die Blattgemüse und der Salat sehr schnell gewachsen und die Möhren keimten sehr langsam, aber jetzt wo das Gemüse abgeerntet ist und die Möhren alles Licht für sich haben, holen sie wieder auf.

Wir lassen in der Regel auch einige Pflanzen zur Samenbildung stehen, bzw. pflücken nicht die ganze Pflanze sondern nur einige Blätter (beim Mangold oder Grünkohl zB.). Die Pflanzen samen sich neu aus oder wir sammeln die Samen ein und können sie selbst neu aussäen. In unserem Salat- und Rukolabeet wächst jetzt Rukola der vierten oder fünften Generation. Und da wir rechtzeitig neue Mangoldpflänzchen gesät haben, sind die jetzt alt genug, um ihnen ab und an ein paar Blätter zu klauen, während ihre älteren Familienmitglieder fleißig blühen (Mangoldblüten duften übrigens honigsüß!).

Wir sind ziemlich zufrieden mit unseren Methoden und werden sie wohl auch ohne größere Änderungen so beibehalten.

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My favourite garden bed was newly created this year – last year this was a patch of wild blackberries and ivy. This spring we built a “hill bed” that is roundish on one side and has its back against the little wall behind it.
Here we have lots of different vegetables growing – tomatoes “Marmande”, Chinese vegetable chrysanthemum (Shungiku), Brussel sprouts, lentils, Swiss chard, cilantro, Pascal celery, chickweed, nasturtiums and colt’s foot (sowed itself).
As you can see, everything grows mixed together and very tightly together even. The mixed planting is good against pests that can’t just go from plant to plant as with row planting, but are even deterred by neighbouring plants. Also it prevents onesided soil leech and ideally crop rotation becomes superfluous. We can’t say anything about that yet, though, because our garden was only started last year and this bed only this spring.

As the plants are very tightly spaced, they keep the soil cool and moist and prevent unwanted weeds. Every now and then, we cut a few cabbage leaves that shade other plants too much or prune here or there, but mostly everything grows well on it own and I don’t get the impression that the plants are stealing one another space, light or nutrients.

Our gardening principle is to put less energy into the system than we get out, meaning we’re trying to get best results with least work. Therefore, I also don’t prune my tomatoes and so far we’ve always had great harvests.
Our role models/inspirations are Masanobu Fukuoka and Bill Mollison’s permaculture. Nevertheless, we currently experiment more than we plan.

I sowing the plants as follows: I take the seeds of the plants I want to grow in one bed (mostly a mixture of plants of different families as well as above and underground plants) and throw them into a little pot. Then I add a few handfuls of compost dirt, mix it all well and sprinkle it over the bed until it’s all on there. Compared to the usual way of making little furrows or holes, it’s an immense time-saver. I only make little holes for really big seeds like peas and beans (lentils I also sprinkle with the rest). Then I sprinkle a thin layer straw or dry grass cuttings on top to keep the soil moist and when it’s dry for more than a day or two, I also water the bed. Especially with the grass cuttings you want to bed careful, though, not to get the layer too thick as it cakes up when it gets moist and prevents the seedlings from coming through.
After a few days everything germinates and while the mulch decomposes, the plants grow and their leaves create shade and keep moisture.
So far I haven’t had any problems with this method of sowing.

In another bed I sowed carrots and a mixture of Asian greens and lettuce. The greens and the lettuce grew very quickly while the carrots took their time, but now that the greens and the lettuce are harvested, they’re catching up.

Usually we leave at least a couple of plants per species to go to seed or we only pick the leaves rather than the whole plant (as with Swiss chard and kale). The plants then go to seed and re-seed themselves or we collect the seeds and do the sowing ourselves.
In our lettuce and arugula bed, the arugula that currently grows is forth or fifth generation! And since we have sowed Swiss chard just in time, we have new little Swiss chards to harvest from while their older brothers are blooming (Swiss chard blossoms smell sweet like honey!).

We’re pretty happy with our methods of gardening and we’ll probably keep them without major changes.

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Filed under garden, Permaculture

BAM! Die Gartenexplosion! – The Garden explosion!

Im Mai wurde es still im Blog, denn wir waren für einen Monat im hohen Norden, in Schweden. Nach zwei Wochen herumreisen bekam ich eine Email von meiner Mutter mit der Nachricht, dass unser Garten “explodiert” sei. Wir waren gespannt!
Tatsächlich erwartete uns eine Überraschung als wir wieder zu Hause ankamen. Alles war in die Höhe und Breite geschossen – oder vor Hitze und Durst gestorben (unser Gießservice war nicht sehr fleißig). 😦
Hier ein paar Vorher-Nachher-Bilder:
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I took a blog pause in May because we went up north to Sweden for a month. After travelling for two weeks, I found an e-mail in my inbox: My mum wrote that our garden had exploded. We were excited to see!
Indeed it was quite the surprise when we came back home: Everything was banging and had multiplied in size – or died of heat and thirst (our watering service hadn’t been so diligent).

A few before/after shots:

Vorher: Der Vorgarten. Alles noch kahl und klein.

Vorher: Der Vorgarten. Alles noch kahl und klein. --- Before: The front yard

Nachher: Alles ist Grün!

Nachher: Alles ist Grün! --- After: The front yard is green!

Unser Bohnenzelt am Vorabend der Abfahrt. Mais und Bohnen sind frisch gepflanzt.

Unser Bohnenzelt am Vorabend der Abfahrt. Mais und Bohnen sind frisch gepflanzt. --- Our bean tent on the evening of the day before we left; corn and beans have just been planted.

Bohnenzelt bei Rückkehr: Der Mais ist mangels Gießens nicht sehr groß geworden und die wenigen Bohnen, die gekommen sind, sind verdorrt oder von Schnecken abgefressen worden.

Bohnenzelt bei Rückkehr: Der Mais ist mangels Gießens nicht sehr groß geworden und die wenigen Bohnen, die gekommen sind, sind verdorrt oder von Schnecken abgefressen worden. --- The bean tent upon our return: Lack of watering dwarfed the corn and the few beans that sprouted got eaten by slugs or died of thirst.

Baumscheibe um den Süßkirschbaum - alles ist massiv gewachsen.

Nachher: Baumscheibe um den Süßkirschbaum (oben im Bild rechts) - alles ist massiv gewachsen. --- After: The bed around the sour cherry tree (on the right side in the above picture) - everything is banging.

Nachher: Dieses Beet wurde auch kurz vor Abfahrt besät. Jetzt ist alles groß und grün.

Nachher: Dieses Beet wurde auch kurz vor Abfahrt besät (wie auf dem Bild unten zu sehen). Jetzt ist alles groß und grün. --- After: This bed also got planted just before we left (see on the picture below). Now everything is big and green.

Vorher: Der Gemüsegarten. Die Beete sind besät, aber noch sieht man wenig.

Vorher: Der Gemüsegarten. Die Beete sind besät, aber noch sieht man wenig. --- Before: The veggie garden. The bed have been planted but there's little to see.

Nachher: Das Beet ist grün und voller Erbsen.

Nachher: Das Beet ist grün und voller Erbsen. --- After: The bed is green and full of sugar snap peas

Nachher: Der Mangold und der Kohl, die wir haben Blüten bilden lassen, produzieren jetzt fleißig Samen und sind riesig geworden.

Nachher: Der Mangold und der Kohl, die wir haben Blüten bilden lassen, produzieren jetzt fleißig Samen und sind riesig geworden. --- After: The Swiss chard and the kale that we left to flower are making seeds and have grown enormously.

Vorher: Unser Bohnenschattenbeet soll später die Ecke beim Holunderbaum vor Sonne schützen, damit es dort auch im Hochsommer kühl bleibt.

Vorher: Unser Bohnenschattenbeet soll später die Ecke beim Holunderbaum vor Sonne schützen, damit es dort auch im Hochsommer kühl bleibt. --- Before: Our shade bean bed is supposed to keep the corner under the elder tree cool later in the year.

Nachher: Obwohl das Beet nur späte Abendsonne bekommt, ist alles super gewachsen.

Nachher: Obwohl das Beet nur späte Abendsonne bekommt, ist alles super gewachsen. --- After: Even though the bed only gets evening sun, everything grew well.

Noch eine Schattenecke, wo's gut wächst. Die Buschtomaten bekommen Morgensonne und ein bisschen Abendsonne.

Noch eine Schattenecke, wo's gut wächst. Die Buschtomaten bekommen Morgensonne und ein bisschen Abendsonne. --- Another shady corner: The bush tomatoes only get morning and evening sun.

Nachher: Die Bank mit meinen Indoor-Pflanzen. Die Tomaten rechts auf der Bank wurden im Dezember gesät und trugen im März ihre ersten Tomaten.

Nachher: Die Bank mit meinen Indoor-Pflanzen. Die Tomaten links auf der Bank wurden im Dezember gesät und trugen im März ihre ersten Tomaten. --- After: The bench with my indoor plants. The tomatoes to the left on the bench were plante in December and had their first ripe fruit in March.

Ich werde in nächster Zeit mal die Teile des Gartens einzeln und genauer vorstellen.

In the near future I’ll write more about the individual parts of the garden.


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