Monthly Archives: February 2010

Winter-Säen – Winter Sowing

“Kompost? Jetzt schon?!” fragte mich heute der nette Herr an der Kompostierungsanlage ungläubig. Doch, er hatte richtig gehört.
Neben Kompostteeherstellung zum Düngen meiner kleinen Pflänzchen, von denen die ersten gestern ihre Hälschen hochgestreckt haben (Aubergine “Dourga” gewinnt das Rennen!), brauche ich den Kompost auch zum Mischen von (Anzucht-)Erde, denn ich bin schon fleißig am Säen.
Wiedermal ein Zufallsinternetfund, das Wintersäen. Ausgehend von der Annahme, dass die Samen selbst wissen, wann es Zeit ist zu keimen, sät Trudi Davidoff, die “Erfinderin” des “Wintersowing”, ihre Samen jetzt immer schon im Winter aus, wann sie gerade Zeit hat.
Die Samen werden in Plastikschalen mit Deckel gesät, wie man sie von Supermarkttomaten und – trauben kennt. Aber auch Plastikflaschen, die zum Säen in die Hälfte geschnitten, aufgeklappt und wieder zugeklappt werden, können verwendet werden. Oder was man sonst so da hat, denn schließlich sind Trudis Prinzipien Geld zu sparen und zu recyclen. Wichtig sind nur Löcher im Boden als Ablauf für das Wasser und Löcher im Deckel zur Luftzirkulation. Fehlen die Löcher im Deckel oder sind sie zu klein, kommt es bei Sonnenschein zu Stauhitze und die Saat geht kaputt! Bei beschlagenem Deckel also lieber die Löcher größer machen!
Als Anzuchterde nimmt Trudi die billigste Erde, die sie im Baumarkt findet – ich mische lieber selbst was zusammen. Die Erde wird in die Container gegeben und dann ordentlich gewässert, dann kommen die Samen in die Erde, Deckel drauf und man stellt die Container irgendwo in den Garten und wartet auf den Frühling. Ab und zu schaut man mal, was die Container machen, gibt evtl. ein bisschen Wasser. Nach und nach werden dann die Luftlöcher immer größer gemacht und wenn es warm genug ist oder die Pflänzchen groß genug sind, wird der Deckel ganz aufgemacht.
Trudi wendet dieses Prinzip nicht nur mit robustem Gemüse an, sondern sät so auch ihre Tomaten und Paprika. Und jeder, der schonmal “wilde” Tomatenpflanzen aus Samen vom vorherigen Jahr hatte, weiß ja, dass das auch klappt. Das spart auch das Abhärten.
Ich probiere das dieses Jahr mal aus, aber ziehe parallel meine Pflanzen auch ganz normal drinnen ab, bzw. warte bis es Zeit zum Freilandsäen ist. Aber gespannt bin ich schon!
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“Compost? Already?!” The nice guy at the composting facility made big eyes when I told him what I wanted to fetch. But he had heard correctly! Besides for making compost tea for my little plantlings that are just germinating (eggplant “Dourga” won the race!), I also need the compost for a potting soil mix because I’m already sowing the first seeds!
It was another coincidental internet find, the winter sowing. Since seeds in nature know themselves well enough when to germinate, Trudi Davidoff, the “inventor” of wintersowing, just sows seeds in winter whenever she has the time and lets them come up on their own.
The seeds are sown in plastic flats with lids, like the ones supermarket tomatoes or grapes come in. Plastic bottles can be used too and anything else you might have at home. After all the point is to recycle and save money!
It’s important to make holes in the floor of the container for drainage and in the lid for air circulation. If you forget the holes in the lid or they’re too small, the seeds will bake when the sun hits the container!
For potting soil Trudi takes the cheapest soil she can find in her local building supply store, but I’d rather mix something together myself. The soil is put into the container and then given a good drink. After that the seeds can be sown, lid gets closed and the container is put somewhere in the garden or outside. Now you can wait for spring to come! Every now and then, check on the containers, give a little water if necessary. By and by the size of the holes in the lid is increased and eventually the lid is propped open.
Trudi not only grows “hardy” vegetables that way, but also wintersows her tomatoes, peppers and squashes. And everyone who’s had volunteer tomato plants from last year’s seeds knows that it works. It also saves you the trouble of hardening your plants.
I’m trying wintersowing this year, but I’m also starting plants indoors like I always do. But I am excited, how is it going to work outdoors

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Selbstgemachtes Blattlausspray – Aphid Home Remedy

Blattläuse waren bisher immer mein Erzfeind. Meine Pflanzen dürfen den Sommer über draußen stehen und dann kommen sie ein – und bringen Blattläuse mit. Mit Spinnmilben und ähnlichem hatte ich nie Probleme, aber diese Blattläuse!
Was habe ich nicht alles probiert dagegen, Zwiebel- und Knoblauchbrühe, Neem-Öl-Spray, Seifenwasser, Marienkäfer (ja, wirklich!), alles ohne Erfolg. Die Marienkäfer halfen anfangs ganz gut, sind dann aber schnell wieder ab ins Freie geflogen.
Einmal habe ich sogar alle Pflanzen in die Dusche verfrachtet und dort gründlich kopfüber in einem Bottich mit Seifenwasser herumgewedelt. Das packt jetzt sicher die Pflanzenprofis mit Grauen und ich muss zugeben, dass es für die Pflanzen echt nicht so toll war. Und die Blattläuse kamen nach kurzer Zeit auch zurück…

Aber jetzt! Ich wollte schon aufgeben und nach einem Baumarkt-Produkt greifen, als ich im Internet noch einen letzten Tipp gesehen habe: Eine Mischung aus Seifenwasser und Öl.
Das Seifenwasser greift die Körperschutzschicht der Blattläuse an und läßt sie austrocknen, während das Öl ihre Saugrüssel verstopft. Außerdem schadet das Öl auch den Gelegen, so dass keine neue Blattläuse aus den Eiern schlüpfen.
Das klang gut, also habe ich es gleich mal ausprobiert. Ich habe keine bestimmten Mengenverhältnisse genommen, einfach π mal Daumen: Spüli, Erdnussöl und dann mit Wasser aufgefüllt. Bei der ersten Sprühflaschenfüllung habe ich auch noch Eukalyptusöl mitdazugetan, das mögliche nachkommende Blattläuse mit seinem Geruch verwirren soll. Davon hatte ich allerdings zuviel drin und es roch mir zu stark. Die zweite Füllung jetzt ist ohne.

Das Mittel sprüht man jetzt einfach auf seine Pflanzen und passt auf, dass man wirklich alle Stellen erwischt, Blattober- und unterseite. Das macht man jeden Tag, oder zumindest alle zwei, drei Tage und schon nach ein paar Tagen sieht man, dass nicht mehr so viele Biester herumkrabbeln.
Ich mache das jetzt seit zwei (?) Wochen und bin fast alle Blattläuse los. Es wird empfohlen noch ein paar Tage weiterzusprühen, auch wenn scheinbar keine Blattläuse mehr da sind, um ganz sicher zu gehen. Ich bin begeistert und werde das Mittel jetzt immer anwenden!

Draußen im Garten müssen aber immer noch die Marienkäfer ran.

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Aphids have always been my nemesis. My indoor plants spend the warm seasons outside and come back in before frost hits – and bring aphids with them.
I’ve never had any trouble with other pests, but aphids!
I’ve tried it all – onion and garlic ferment, neem oil, soap water, lady bugs (believe me!), without success!
The lady bugs worked well, but quickly disappeared outside again.

One time I even put all the plants in the shower and waved them upside down in a big tub of soap water. Not recommended! Even though the aphids seemed gone, the plants hated it and after a few days the aphids were back, too.

But then! I was going to give up and use some organic aphid-ex from the garden supply store, when I found this advice on the internet: A mixture of soap water and oil.
The soap water destroys the aphids’ coating so that they dry out. And the oil clogs their sucking devices so they starve. The oil also damages their eggs so that no new ones hatch.
It sounded great, so I tried it. I used no certain amounts, just whatever felt good: Dishwashing soap, peanut oil (or any other), and water. In my first batch I also used eucalyptus oil, but I used too much and it stank awfully, so I didn’t use in the second batch. It’s good stuff though, deterring new pests from your plants.

Put the mixture in a spray bottle and pray your plants every day or at least every other day. Make sure to get everything, even the underside of leaves!
After a few days you’ll notice less aphids already and now that I’ve been spraying for two (?) weeks, there are almost none left. It’s recommended to keep spraying for a few more days after the aphids are all gone, just to make sure.
I’m a believer now and I’ll keep using that spray!

Outside in the garden the lady bugs still have to do the work, though.

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