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Selbstgemachtes Vanille-Extrakt — Homemade Vanilla Extract

Hier gibt es Backaromen, in den USA gibt es so genannte “Extracts”. Diese Extrakte werden hergestellt, in dem Vanilleschoten in einer Alkohollösung gelagert werden, bis die Lösung das Vanillin quasi extrahiert hat, bzw. die Lösung nach Vanille schmeckt. Das Ergebnis ist weitaus weniger konzentriert als unsere Backaromen und während in deutschen Rezepte von wenigen Tropfen die Rede ist, kommen in US-amerikanischen Rezepten meist Teelöffel voll Extrakt vor.

Vanilleextrakt ist sehr einfach selbst herzustellen und da ich so begeistert war, habe ich gleich noch ein Zimt- und ein Orangenextrakt angesetzt.

Zimt-, Vanille- und Orangenextrakt

Vanille-Extrakt

Man benötigt:
mehrere Vanilleschoten
Alkohol ohne oder mit wenig Eigengeschmack (Korn/Wodka), mindestens 35%ig
ein Schraubglas

Man ritzt die Vanilleschote vorsichtig ein, so dass das Mark vom Alkohol gut durchtränkt werden kann, aber möglichst nicht rauskommt. Sonst hat man später kleine Partikel im Extrakt. Dann gibt man die Schoten ins Schraubglas (evtl. kleiner schneiden) und gießt den Alkohol drüber.
Dann muss da ganze ca. 8 Wochen stehen, wobei es jede Woche gut geschüttelt wird.

Das Vanilleextrakt kann Backaroma ersetzen, allerdings darf man nicht vergessen, wesentlich mehr davon zu nehmen. Für einen Kuchen oder ca. 24 Kekse würde ich ungefähr einen Esslöffel davon nehmen.
Bei Gerichten, die erhitzt werden (also alle Backwaren), verdampft der Alkohol des Extrakts, aber wen der Alkohol nicht stört, der kann sich damit auch die Milch aromatisieren.

Andere Extrakte kann man nach dem gleichen Verfahren herstellen. Statt der Vanilleschoten habe ich beim Zimtextrakt zB. Zimtstangen verwendet und beim Orangenextrakt (ungespritzte !!!) Orangenschalen. Generell scheint das selbstgemachte Extrakt ein wenig schwächer zu sein als die gekaufte Version, aber dafür weiß ich, was drin ist und freue mich schon auf weitere Experimente in der Richtung (Tee-Masala-Extrakt mit Kardamom, Zimt, Ingwer etc.?).

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How to make your own vanilla extract!

Natural vanilla extract is simply vanilla beans soaked in a alcoholic solution. Well, it’s a bit more complicated, but that’s the gist of it.
As a result, vanilla extract very easily done at home:

Take a few vanilla beans and slice them carefully, so that the alcohol can permeate it easily, but not so much that the vanilla seeds (??) float out. Then put your vanilla beans in a screw top jar (break them if necessary to make them fit) and fill it up with some alcohol that has little or no taste of its own (I use vodka).
Let stand for at least 8 weeks, shaking it well every week or so.
Done!

Cinnamon, vanilla and orange extracts

You can also make other extracts that same way. I tried myself on cinnamon extracts (with cinnamon sticks) and orange extract (organic [!] orange peel).
The homemade extracts seem a little weaker than the store-bought ones, so you have to take a little more per recipe, just try and see. Still I like them a lot because I know what goes in it and it gives me to opportunity for great experiments (I’m planning on making a tea masala extract – cardamom, cinnamon, ginger, …?).

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Fünf-Minuten-Brot — Five Minute Bread

Wir backen unser Brot selbst und bisher war das Rezept meiner Schwiegermutter immer mein Favorit (genauso bei Pizza!), aber jetzt hat es Konkurrenz bekommen! Durch Zufall habe ich auf der Seite von Mother Earth News ein Rezept für “Fünf-Minuten-Brot” gefunden. Man bereitet gleich den Teig für mehrere Brote zu und da er so feucht ist, hält er sich im Kühlschrank bis zu zwei Wochen. Und wenn man ein Brot backen möchte, holt man einfach ein bisschen Teig aus dem Kühlschrank lässt es kurz gehen und schiebt es in den Ofen. Wenn man die ganze Zeit abzieht, die sich das Brot selbst beschäftigt, sind das echt nur fünf Minuten.

Hier also das Rezept für ca. 4 mittelgroße Brote:

6 Tassen Wasser (ca. 1400 ml)
3 EL Salz (ca. 45 g)
3 EL Trockenhefe (ca. 54 g)
13 Tassen Mehl (ca. 1700 g)

Wasser, Salz und Hefe vermischen und rühren bis sich alles gut aufgelöst hat. Dann das Mehl hinzugeben und vermischen, bis der Teig gleichmäßig feucht ist. Vorsicht, nicht kneten! Der Teig muss dann mindestens 2 Stunden ruhen, gerne auch mehr, bis er leicht in sich zusammenfällt, wenn man ihn mit dem Finger sticht. Dann kommt ein Deckel drauf und der Teig für mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank. Dann kann man das erste Brot backen. Dazu nimmt man soviel Teig ab, wie man braucht, formt ein rundes Brot (Brotform geht auch) und stellt es erstmal 40 Minuten beiseite. Dann kommt der Teig in den auf 230 Grad vorgeheizten Ofen, auf dessen Boden man eine Pfanne gestellt hat. Sobald der Teig im Ofen ist, wird in die Pfanne eine Tasse Wasser geschüttet und schnell die Ofentür geschlossen. Der entstehende Dampf sorgt für eine schöne Kruste. Man kann auch den Teig während des Backens hin und wieder mit einer Sprühflasche befeuchten, dann wird die Kruste noch schöner. Nach ca. 40 Minuten ist das Brot fertig: Es zeigt bei einem hineingestochenen Thermometer ca. 80 Grad an und klingt hohl, wenn man draufklopft. Abkühlen lassen und genießen!

Der Teig ist sehr anfängerfreundlich – ich habe mal vergessen, ihn die 40 Minuten gehen zu lassen und es hat auch geklappt. Außerdem kann man damit auch Brötchen oder indisches Naan-Brot machen: Für das Naan braucht man den Teig nicht gehen zu lassen, sondern macht sich einfach pfirsichgroße Stückchen ab und rollt sie mit Mehl ca. einen halben Zentimeter dünn aus. Dann kommen sie eine heiße Pfanne mit Butter oder Ghee und werden auf beiden Seiten gar geröstet. Auch sehr lecker.
Auf Seite 6 des Mother Earth News-Artikels gibt es sogar ein Rezept für Karamell-Brötchen mit dem Teig.

Viel Spaß beim Backen!

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We bake our bread ourselves and so far my mother-in-law’s recipe was my favourite, but now it has competition! By coincidence I found a recipe for five minute bread on Mother Earth News. You make enough dough for many loaves and since it’s so moist, it keeps in the fridge for up to two weeks. When you want to bake a bread, you take some dough out of the fridge, let it rest and bake it. Easy!

Here is the recipe for about 4 medium sized breads:

6 cups water
3  tablespoons salt
3 tablespoons active dry yeast
13 cups flour

Mix water, salt and yeast and stir until all is dissolved. Then add the flour and mix until the dough is uniformly moist. Don’t knead! The dough has to rest for at least 2 hours, more works too, until the dough sighs when you poke it with a finger. Then put a lid on it and it goes in the fridge for at last 3 hours. When you want to bake a bread, take the dough out of the fridge, take as much as you need and shape it to a nice round ball (or plop it into a bread form). Then let it rest for 40 minutes before putting it into the oven. Perheat the oven to 450 F and put a pan on the floor of it. After putting in the bread, pour a cup of water in the pan and quickly shut the door to trap the steam. It will make the crust nicer. Alternatively, you can spray the bread with a spray bottle every now and then during the baking process. After about 40 minutes, the bread is done: A thermometer stuck into the bread will show at least 180 F and the bread sounds hollow when you tap it.

The dough is great for beginners – I once forgot to let it erst after taking it out of the fridge and it still worked nicely. You can also use it to make rolls or naan bread: For the naan you don’t have to let the dough rest, just take it out of the fridge and take off peach-sized pieces. Roll them out to half a centimetre thickness and fry them in a slightly buttered pan on both sides until done.

Page 6 of the Mother Earth News article even describes how to use the dough to make caramel sticky buns.

Have fun baking!

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