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Drohnenschlacht — Drone Eviction

In der Bienenwelt geht es im Moment heiß her: Die Bienenvölker, bei denen die Königin im Sommer befruchtet wurde (oder es vorher schon war), bereiten sich jetzt auf den Winter vor und im Zuge dessen werden die Mitglieder des Volks, die man nun nicht mehr braucht, ausgestoßen: Die Drohnen.
Die männlichen Bienen, die Drohnen, erkennt man daran, dass sie wesentlich größer als die Arbeiterinnen sind und riesige Augen haben. Sie werden von Bienenforscher Jürgen Tautz in seinem Buch “Phänomen Honigbiene” als “fliegende Spermaträger” bezeichnet und das sind sie im Prinzip auch. Ihre einzige oder zumindest wichtigste Aufgabe ist es, Königinnen zu befruchten. Jeden Tag fliegen sie zu einer bestimmten Zeit aus und sammeln sich an so genannten Drohnensammelplätzen, um auf potentielle Königinnen zu warten. Sofern keine Königin vorbeikam, fliegen sie dann auch brav wieder zurück zu ihrem Volk (nach/während der Befruchtung sterben die Drohnen) und verbringen den Rest des Tages dort oder in anderen Völkern. Sie sind die einzigen Mitglieder des Volkes, die auch andere Völker besuchen können ohne zu riskieren, dass man sie zu Tode sticht. Sie werden gefüttert und eine ausgewogene Anzahl von Drohnen zu Arbeiterinnen gibt dem Volk ein Gefühl der Harmonie.
Um Juli und August herum sinkt allerdings die Wahrscheinlichkeit, dass Königinnen befruchtet werden müssen. Gleichzeitig gibt es auch weniger blühende Pflanzen, obwohl die Bienen gerade jetzt für den Winter sammeln müssen. Deswegen werden nun “nutzlose Esser” rausgeschmissen und es geht den Drohnen an den Kragen. Sie werden weniger und weniger gefüttert und man kann Arbeiterinnen betrachten, die Drohnen aus dem Flugloch zerren und versuchen, sie buchstäblich in den Abgrund zu schubsen. Die wesentlich größeren Drohnen dagegen streben wieder zurück zum Eingang. Manchmal heben sie sogar ab und versuchen, im Flug die störende Arbeiterinnen loszuwerden.
Aber selbst wenn sie es wieder in den heimeligen Stock schaffen – sie verzögern nur das Unvermeidliche…
Hier ein paar Impressionen:

Eine Arbeiterin zerrt an einem Drohn (hinten links auf dem Flugbrett)

Jetzt hängt er schon über dem Abgrund - schafft er es noch zu entkommen?

Seitlich kriechend versucht er der Arbeiterin zu entwischen...

...doch diese hält felsenfest!

Der Drohn arbeitet sich langsam wieder Richtung Eingangsloch vor.

Von den spannenden letzten Minuten habe ich leider kein Foto, aber ich kann euch berichten, dass der Drohn nochmal Glück hatte und schnell wieder in die Beute flitzen konnte.

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Things are rough in the world of the honey bees at the moment: The bee colonies that have fertilized queens are preparing for winter and therefore, the less useful members of society are evicted: The drones.
The male bees, the drones, are easily recognized by being much bigger than the female worker bees and by their huge eyes. German ethologist and bee scientist Jürgen Tautz calls them “flying sperm carriers” in his book “The Buzz about Bees” and that is what they basically are. Their most important task is to fertilize young queens.
Every day at a certain time they fly out to gather at so called drone gathering places, waiting for queens. If no queen came by, the drones return to their colonies (drones die while/after fertilizing a queen) and spend the rest of the day there or at other colonies. They are the only members of the colony that can just go and visit other colonies without risking certain death by being stung.
They get fed and a certain ration of drones to workers gives the colony a sense of harmony.
Around July and August the probability of unfertilized queens decreases rapidly and at the same time the amount of flowering nectary plants sinks, even though the bees are stocking up for winter.
Therefore, “useless eaters” are being kicked out and the drones are the ones to go. They are being fed less and less to weaken them and you can watch worker bees dragging drones out of the entrance hole, trying to literally push them over the edge.
The drones, much bigger in size, however, try to get back to the entrance hole. Sometimes they even lift off and try to shake off the annoying worker bees in flight.
But even if they make it back into the homely hive – they are only postponing the inevitable…

Here are some pictures:

A worker bee is dragging a drone (back left on the entrance board)

Now he is already hanging over the abyss - will he still escape?

Crawling sideways he's trying to break free from the worker bee...

...who is holding on with all her strength!

The drone is slowly making it back towards the entrance...

Unfortunately, there are no pictures of the exciting last minutes, but I can assure you that the drone was luckily enough to escape back into the hive.

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Das Jahr der Biodiversität — The Year of Biodiversity

2010 wurde von der UNO als das Jahr der Biodiversität ausgerufen. Das hatte ich eigentlich gar nicht im Kopf, also ich dieses Jahr viele Nektarpflanzen in meinem Garten säte und pflanzte – eigentlich wollte ich damit meinen Bienen was Gutes tun.

Woran ich allerdings nicht gedacht hatte: Bienen gehen gerne so genannte “Massentrachten”, d.h. sie holen sich den Nektar von den Blüten, von denen es viele an einem Platz gibt. Sie lieben zum Beispiel Bäume wie die Linde oder die Robinie, an der sich Tausende von Blüten befinden. Oder Himbeer- und Brombeerhecken, in denen sie “blütenstet”, wie sie es gerne machen, von Blüte zu gleichartiger Blüte trudeln können. Meine Mischung aus Bienenweidepflanzen ließen sie bisher größtenteils links liegen – es gab immer Orte in der Umgebung, in der mehr Blütenmonotonie herrschte.
Was meine Nektarpflanzenaktion allerdings bewirkte, ist eine enorme Steigerung der nektartrinkenden Insektenbesuchern im Garten, denen es egal ist, welche Art Blüte sie nacheinander anfliegen, solange es Nektar gibt. Da gibt es die “normalen” Hummeln, die schwarz-gelb-weiß sind; die schwarzen mit den roten Hinterleiben; dann die Schwebfliegen; winzige Bienchen; riesige Bienenbrummer; alle möglichen anderen Wildbienen; Schmetterlinge, etc pp. Wow! Das hatte ich ja gar nicht erwartet! Überall schwirrt und summt es jetzt.

Ich kann es nun wirklich nicht genug empfehlen, etwas für die nicht-menschlichen Besucher des Gartens zu tun oder ein Eckchen im Garten “wild” zu lassen.
Was macht ihr im Jahr der Biodiversität?

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2010 was announced the year of biodiversity by the UN. Yet, that’s was not what I was thinking of when I sowed and planted all kinds of nectary plants in my garden this year – I had wanted to improve the food possibilities of my bees.

What I didn’t consider, though, is that bees like to get their nectar and pollen from flowers that appear in mass in a very small space. They love flowering trees like linden and locust that bear thousands of flowers. Or raspberry or blackberry hedges where they can fly from flower to like flower like they like to do it.
My mix of bee plants they mostly ignored – they have always been places in the area with a great “flower monotony”.
What bee plants did create though, was an increase in visits of other nectar-drinking insects in my garden – the ones that don’t care what flower they’re drinking from as long as they get nectar. There are the “normal” bumblebees that are black, yellow and white; the black ones with the red bottoms; the hoverflies; tiny bees; giant bees; and all kinds of other wild bees; butterflies; etc.
Wow! I had not expected that! Everywhere there’s humming and buzzing now!

I can only recommend you to do something for the non-human visitors of your garden or to leave a little corner “wild”.
What do you do in the year of biodiversity?

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Permakultur 3 – Ein Element, viele Funktionen — One element, multiple functions

Ein weiteres Prinzip der Permakultur ist das der vielen Funktionen. Ein Element im System, hier also eine Pflanze, ein Tier, ein Gegenstand im Garten sollte nicht nur eine Funktion, sondern möglichst viele haben. Gegenbeispiele dazu findet man in vielen Vorgärten, in denen die Pflanzen oft ausschließlich Zierwert haben und ansonsten weder den Besitzern noch der Tierwelt in der Umgebung nutzen. In der Permakultur ist es wie gesagt umgekehrt und ich denke, das ist am einfachsten mit ein paar Beispielen zu erläutern:

Beispiel-Element 1: Die Bienen

Mein erstes Beispiel-Element sind die Bienen. Sie haben eine große Rolle als Bestäuber, liefern mir Honig, und bringen auch sonst einfach Leben in den Garten. Außerdem sind sie Futter für den Bienenfresser (worüber man sich als Imker natürlich nicht so freut).

Beispiel-Element 2: Der Grünkohl

Der Grünkohl (hier Russischer Roter) ist vordergründig natürlich ein tolles Gemüse und das ist sicher die Hauptfunktion. Wenn man ihn abblühen lässt, ist er aber nicht nur sehr hübsch anzusehen, sondern auch eine tolle Futterquelle für Bienen, ob Honig- oder Solitär-.  Weiterhin spendet er mir Samen und wenn ich zuviel habe, kann ich ihn als Mulch benutze oder kompostieren.

Und als letztes Beispiel:

Beispiel-Element 3: Der Holunder

Ich habe fünf Holunderbäume (bzw. Bäumchen) im Garten und wenn man nur kurz nachdenkt, fallen einem schon eine ganze Menge Funktionen ein: Als erstes natürlich die Basis-Baum-Funktionen, also Schattenspender, Habitat für Vögel, Insekten und meine Katzen, die Blätter sind Mulch und damit Futter für die Bodenlebewesen. Die Holunderblüten liefern theoretisch Nektar und Pollen für Bienen (theoretisch, weil ich in der Praxis hier noch keine Insekten beobachten konnte und diese Beobachtung auch von anderen Leuten gehört habe), die Beeren sind Futter für die Vögel. Außerdem sind die Blüten und Beeren auch für mich toll. Dann zieht der Holunder auch noch Blattläuse an, die sich dann von meinem Gemüse fernhalten und bietet damit auch Blattlausfressern wie den Marienkäfern eine tolle Futter- und Vermehrungsquelle. Die Stengel vom Holunder sind im Prinzip hohl (sie enthalten ein Mark, das man einfach rauskratzen kann), so dass sie sich toll als Rohre eignen und man daraus sicher auch Insektenhotels bauen kann. Außerdem habe ich Holunderblätter schon erfolgreich zum Ameisenvertreiben benutzt. Eine lange Liste, und Holunder hat noch viele weitere Funktionen!

Eigentlich ist es nicht schwer, den Garten funktionsreicher und damit auch ertragreicher zu gestalten. Einfach mal beim nächsten Gartencenter-Kaufrausch kurz innehalten und schauen, ob man vielleicht eine Pflanze mit mehr Funktionen finden kann…

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Another permaculture principle is multiple functions. One element in the system, that is here a plant, an animal or something else in the garden, should not only have one function, but as many as possible. Counterexamples are found in many front yards that often only sport plants of ornamental value and otherwise offer nothing for their owners and the surrounding fauna.
In permaculture it is as I said the other way around and I think it’s easiest to explain the principle with a few examples:

Example element 1: Bees

My first example element are the bees. They play a very big role as pollinators, give me honey and also bring a lot of life in the garden. Furthermore they are food for the bee-eater (which the beekeepers of course don’t like so much).

Example element 2: Kale

Kale (here: Russian Red) is foremost of course a great vegetable green and that is surely the main function. But if you let it flower, it’s not only very pretty, but also a great nectar source for bees, both honey bees and wild ones. Futhermore it gives me seeds to sow the following year and if I have too much, I can use it for mulch or compost it.

And the last example:

Example element 3: Elder

I have five elder trees (some of them tiny) in my garden and with only thinking for a few minutes, you can come up with a multitude of functions: First of course the usual tree functions: It makes shade; offers habitat for birds, insects and my cats; the leaves are mulch and therefore food for decomposers. The elder flowers theoretically offer nectar and pollen to insects (I say theoretically because I haven’t yet observed any insects on the flowers and the same observation has been made by other people I have talked to), the berries are food for birds. But of course, flowers and berries are great for people, too. Elder also attracts aphids and thereby keeps them off my vegetables, as well as offering an excellent food source for aphid eaters such as lady birds (sorry, American readers, I love the British word for lady bugs). The stems of elder are filled with a pith that is easily scraped out and the stems can then be used as pipes or for insect overwintering. And I have also used elder leaves successfully to ward off ants.
A long list, and there are many more functions of elder!

It isn’t hard to create a garden of multiple functions and thereby also increased yield. Next time you’re caught in a plant shopping frenzy, just pause for a moment and see if you can’t get a plant with more functions….

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Willkommen, Bienen! — Welcome, bees!

Dieses Jahr habe ich mit dem Imkern angefangen. Im Winter las ich viele Bücher zum Thema, im Frühling wurde die Beute (also das Bienen”haus”) nach Warré gebaut und der Bienenhegekurs fing an.
Ich war schon ein wenig neidisch von den anderen Kursteilnehmern zu hören, was ihre Bienen so alles machten – denn meine beste Freundin und ich waren die einzigen, die noch keine Bienen hatten.
Da ich mit einem Naturschwarm (also einer Gruppe Bienen, die sich mit ihrer Königin vom Rest des Volkes getrennt hat und nun nach einem neuen Zuhause sucht) anfangen wollte, sagte ich den Imkerkollegen in der Gegend Bescheid, dass sie in mir einen dankbaren Abnehmer für Schwärme haben – und wurde belacht. Wer lässt denn schon seine Bienen schwärmen?
Auch bei der Polizei und Feuerwehr ließ ich meine Kontaktdaten und meldete mich bei der Schwarmbörse an. Dann hieß es warten. Und warten. Und warten. Mitte Mai war ich schon ganz verzweifelt – würde ich am Ende ohne Bienen dastehen? Keiner meldete sich!

Aber das Wetter war auf meiner Seite! Nach langen Regenperioden wie in letzter Zeit schwärmen die Bienen oft am ersten schönen Tag: Die meisten konventionellen Imker betreiben “Schwarmverhinderung”, bei der erstens dem Volk vorgegaukelt wird, es habe noch viel Platz in der Beute und müsse sich noch nicht teilen und zweitens die Zellen, in denen die Bienen neue Königinnen für die zurückbleibende Hälfte heranzüchten, zerstört werden. Wenn allerdings das Wetter lange schlecht ist, können die Imker die Beuten nicht öffnen und die Zellen nicht zerstören – und sobald die Sonne wieder scheint, ist der Schwarm unterwegs.

Am Samstag, dem zweiten schönen Tag nach einer weiteren langen Schlechtwetterperiode, kam endlich der langersehnte Anruf: “Ich habe einen Bienenschwarm im Apfelbaum hängen! Können Sie mir helfen?” Da hatten sich ein paar Bienen auf den Weg gemacht und dann erst einmal Quartier in einem Apfelbaum bezogen, während die Späher-Bienen herumflogen und nach einem neuen Zuhause suchten. Blöderweise hatte ich keine Zeit! Was tun? Ich rief meinen Mann an, der mit Bienen bisher nichts zu tun hatte, aber der zufälligerweise bei meiner besten Freundin war, die auch den Bienenhegekurs besucht, aber eigentlich Angst vor Bienen hat. Die beiden erklärten sich bereit, das Abenteuer auf sich zu nehmen und zogen mit meiner kurzen telefonischen Erklärung, wie man einen Schwarm fängt, und meiner fertig gepackten Imker-Schwarmfangtasche im Auto los. Auch mein 21-monatiger Sohn fuhr mit – na, was das wohl werden würde??

Da Bienen keine Bücher lesen und daher nicht wissen, wie Schwarmfang theoretisch abläuft, lief es auch hier völlig anders als man es in den Büchern immer liest. Statt sich in einer handlichen Traube zu sammeln, hatten sich die Bienen am Ast entlang verteilt. Normalerweise sollten sie außerdem direkt in den darunter gehaltenen Karton fallen, wenn man auf den Ast drauf schlägt. Sollten. Diese Bienen hielten sich kräftigst fest und mein Mann musste sie schließlich mit der Hand nach und nach vorsichtig abklauben und in den Karton fallen lassen. Zum Glück waren sie aber sehr zahm (es wird ja seit Jahrhunderten u.a. auf Sanftmut gezüchtet), so dass das Hantieren ohne im Apfelbaum störenden Schleier möglich war. Es muss spannend gewesen sein, die Bienen vom Baum abzuklauben, während Tausende noch durch den Garten schwirrten. Die Gartenbesitzerin, die mit Hilfe ihrer Kaninchen und ihrer Tochter freundlicherweise unseren Kleinen bewachte, erzählte, dass der ganze Himmel sich Schwarz gefärbt hatte als die Bienen in ihren Garten einzogen!
Meine beste Freundin hielt unterdessen den Karton, in den die Bienen hineinfielen.
Irgendwann wurde der Karton auf den Boden gestellt und sie begonnen, die restlichen Bienen in einen weiteren Karton zu setzen. Aber auf einmal passierte etwas Seltsames: Alle Bienen strömten in den ersten Karton hinein! Aha, die Königin war also gefangen und die Jungs und Mädels vom Schwarm zogen alle hin zu ihrer Mutter. Also hieß es nun warten, bis etwa alle Bienen von selbst in den Karton gegangen waren. Komplett alle Bienen zu fangen ist ziemlich unmöglich und als fast alle im Karton waren (die ersten wollten schon wieder raus), wurde dieser geschlossen und zur Sicherheit mit einem Fliegennetz umhüllt.
Ich war mittlerweile wieder zu Hause und hatte die Bienenbeute zum Einlauf bereitgemacht: Ein Brett schräg ans Einflugbrett gelehnt und ein Tuch darüber gelegt, auf dem die Bienen dann einmarschieren konnten. Und noch ein paar Schaulustige informiert, die Interesse am Naturschauspiel hatten.
Die zum Glück kurze Autofahrt wurde mit offenen Fenstern und kühler Lüftung auch bewerkstelligt (die Bienen überhitzen schnell, besonders wenn sie aufgeregt sind) und gegen 20 Uhr begann das Einlaufen. Wir öffneten den Karton, hielten ihn kopfüber und schütteten die Bienen auf das Einlaufbrett. Anfangs saßen sie da nur, aber schon nach wenigen Minuten setzte der Instinkt ein, der sie immer nach oben laufen lässt und die ersten Bienchens kamen am Eingang der Beute an. Ich hatte diese vorher innen mit frischer Melisse und ein wenig Propolis ausgerieben und ein bisschen Wachs darin schmelzen lassen. Das macht es für Bienen attraktiver, da sie denken, es hätten schonmal Bienen hier erfolgreich gehaust.
Nachdem die ersten paar Bienen in der Beute verschwunden waren, zogen mehr und mehr hinterher und hier und da sahen wir auch Drohnen, die großen männlichen Bienen. Die Königin blieb unseren ungeübten Augen allerdings verborgen.
Nach einer Stunde war der Großteil der Bienen in ihrem Haus und wir hatten den Grill angeschmissen und prosteten auf die Neuankömmlinge und den Heldenmut der beiden mutigen Schwarmfänger, von denen nun keiner mehr Angst vor Bienen hatte.
Als es langsam kühl und dunkel wurde, waren fast alle Bienen drinnen, aber einige hatten unter dem Einflugbrett eine Traube gebildet. Als Bienenanfänger hatte ich Sorgen, dass die Bienen in der Nacht verklammen (also erfrieren) könnten und pflückte sie noch vorsichtig ab und setzte sie von Hand in die Beute.

Am nächsten Morgen war natürlich die Bienenbeute das erste Ziel im Garten. Es ist schon praktisch die Bienen direkt am Haus zu haben! Ein wenig Angst hatte ich noch, dass den Bienen ihr neues Zuhause nicht gefallen und sie wieder ausziehen könnten. Aber die Orientierungsflüge, die sie begonnen hatten, bei denen sie in immer größer werdenden Kreisen die Umgebung erkundeten, machten mir Hoffnung. Und tatsächlich, gegen Mittag wurden die ersten Pollen eingetragen – die Bienen hatten sich eingelebt!
Dank des guten Wetters tragen sie jetzt schon seit zwei Tagen Nektar und Pollen ein und haben sicher schon angefangen zu bauen. Unsere Himbeerhecke summt genauso laut wie die Bienenbeute selbst. Und was die Bienen alles so machen! Verschiedene Tänze habe ich beobachtet und ihre Flugkünste sind beeindruckend!
Die Mauer am Flugloch ist für uns und für Gäste ein toller Sitzplatz und ich werde sicher noch mehr von unseren neuen Haustieren berichten.

Hier noch ein paar Bilder:

Ich schütte die Bienen auf das Einlaufbrett. Noch trage ich Handschuhe und Schleier, aber die Bienen sind so sanftmütig, dass ich mich damit mehr behindere, als dass es hilft.

Da laufen sie...

Am Flugloch

Hier kommen sie aus der Kiste raus

Das Brett leert sich...

...aber viele sind noch in der Kiste.

Also eine Art "Rücklaufzaun" gebaut und den Rest aus der Kiste geschüttelt

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Welcome, bees!

This year I started beekeeping. During the cold winter I read many books, in spring I built myself a hive (Warré style) und the beekeeping course started.
I was a little envious of all the other course participants who already had bees and told stories about them. Only my best friend and I didn’t have any yet.
I wanted to start with a natural swarm (a group of bees and a queen who have decided to split off from the rest off the colony and are looking for a new home), so I told my beekeeper colleagues in the area that I was happy to take any swarms they didn’t want – and they laughed. Who lets their bees swarm after all?
I left my contact details with the police and the fire brigade and registered with a German swarm trading network. Then I waited and waited and waited. Mid May I was getting desparate. What if I was going to end up without bees? Nobody called!

But the weather was on my side! After long periods of rain like we had recently, bees often swarm on the first sunny day: Most conventional beekeepers keep their bees from swarming with various methods that make the bees think that dividing the colony was not yet necessary and they destroy the cells in which the bees are trying to rear new queens for the remaining half of the colony. If, however, the weather is bad, the beekeepers can’t open the hives to check for queen cells and can’t destroy them – and as soon as the sun shines again, the swarm is gone!

On Saturday, the second nice day after a long period of bad weather, I got the call I had been waiting for so long: “I have a swarm of bees in my apple tree! Can you help me?” A swarm of bees had left their hive and moved into an apple tree to wait for the scout bees to find a new home.
Too bad I was at work! What now? I called my husband, who had never had anything to do with bees, and who happened to be at my best friend’s – the one who had also taken the beekeeping course, but was afraid of bees. The two of them decided to go for the adventure and after a short 101 of swarm catching over the phone, they took my already packed beekeeping/swarm catching kit and our 21 months-old and went on their way.

Unfortunately, bees don’t read books, so they didn’t know how swarms are supposed to sit and be caught, so things went differently from how it says in the books.
Instead of forming a cluster under a branch, the bees had collected all around and along a branch in the apple tree, and while it says in the literature that you can just shake the bees off the branch into a box you hold under them, ours held on tightly and wouldn’t budge.
My husband improvised by just carefully taking handfuls of bees and dropping them into the box my best friend was holding up. Bees have been bred for tameness for centuries, so luckily those ones were very nice too and my husband could work without a veil which would have been difficult to use in a tree.
It must have been incredibly exciting to pluck handfuls of bees off the branch while thousands of bees were still zooming around in the garden. The nice garden owner who was watching our little one with the help of her rabbits and her daughter, said that when the bees arrived the whole sky went black!
Eventually many bees were in the cardboard box and my best friend put it down and reached for another box to use. Then something amazing happened: All of a sudden, the bees were coming from everywhere to the cardboard box and joining their sisters in it! That meant the queen bee was in the cardboard box and the boys and girls of the swarm were moving in the join their mother. So, now it was time to wait for the bees to go into the box themselves. Eventually almost all of the bees had entered and the box was closed. It is almost impossible to catch every single bees, because eventually some will fly out again as others enter.
The box was wrapped with a fly net for added security and the swarm catcher team headed home.
I had come back from work now and had prepared not only food for my heroes but also the bee hive: To let the bees crawl into their new home, a board is leaned against the landing strip and covered with a cloth for better grip. I also called some more people who were interested in seeing the bees move in.
The luckily short drive home with open windows and lots of cooling (bees overheat quickly, especially when they’re excited) had been managed well and at 8 pm the “crawling-in” started. “Conquering” the new hive themselves makes the bees more likely to stay and for added comfort for the bees I had rubbed the inside of the hive with melissa and propolis and melted a little wax in it, because it makes the bees assume that some other bees had already successfully lived in the hive.
Bees like most insects always go up a slope and after we had opened the box and tipped the bees out of it, they started to walk up the board I had prepared. After the first few bees had reached the landing strip, seen the hive and decided it was a good home, more and more bees started walking quickly into the hive. We saw drones, the big male bees, but the queen was not seen by our inexperienced eyes.
After an hour most of the bees had entered the hive and we had made a fire and were toasting to the good health of the new arrivals and the valour of our brave swarm catchers, none of which is afraid of bees anymore.
When it was getting dark and cool, almost all bees has entered the hive, but there was still a cluster of them under the landing strip. Being a beekeeping beginner, I was worried that they might get too cold during the night and plucked them off carefully and put them into the hive.

The next morning the bee hive was the first thing I visited in the garden. Isn’t it practical to have the hive right at home? I was still a little worried that the bees might not like my hive and move out again, but I could see that they were already doing scouting flights, ever bigger circles around the hive to get to know the surroundings.
Around noon the first gatherers brought in nectar and pollen. The bees were here to stay!
Thanks to the good weather, the bees have been gathering well for two days now and have probably also started building news combs by now. Our raspberry hedge is buzzing as loudly as the hive itself and the little wall near the landing strip is the favourite sit spot for us and visitors. It’s exciting to watch the bees do their little dances and their flying skills are amazing.
I’m sure I’ll write more about them in the future!

A few pictures:

I shake the bees on the board. I'm still wearing veil and gloves, but with such gentle bees they'll prove more cumbersome than helpful.

Here they go...

And from the other side

At the entrance hole

The board is emptying...

...but plenty are still in the box!

So we build kind of a "no turning back"-fence and shake the rest onto the board

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