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Löwenzahnkaffee – Dandelion Coffee

Man kennt das ja aus den Geschichten vom Krieg – Kaffee gab’s nicht, man machte Ersatzkaffee aus Gerstenmalz, Zichorie, Eicheln und wer was noch alles… Malzkaffee aus Gerstenmalz trinken wir auch gerne und haben auch schon andere Arten ausprobiert, aus Feigen, aus Zichorie, aber mein Lieblingsersatzkaffee wird aus der Löwenzahnwurzel gemacht. Löwenzahn ist eine tolle Pflanze und ich freue mich, wenn sie sich in meinem Garten ausbreitet, denn sie hat für mich viele Zwecke: Ich mache Sirup aus den Blüten, Salat aus den Blättern und die Wurzeln werden getrocknet.
Im Herbst (da hat sich die Pflanze in die Wurzel zurückgezogen und sie sind am wirkstoffreichsten) erntet man also die Wurzeln und macht sich aus den Blättern, die noch oben dranhängen, einen leckeren Salat oder dünstet sie kurz als Gemüse an. Vorsicht, kleine Nacktschnecken verstecken sich meiner Erfahrung nach gerne an der Blattrosette unten!
Dann wäscht oder bürstet man den Schmutz von der Wurzel, tupft sie trocken und legt sie zum Trocknen an einen luftigen, schattigen Ort.
Wenn die Wurzeln ganz trocken sind (sie sind noch ein bisschen biegsam), kann man sie gut in einem Stoffbeutel oder in einem Schraubglas (das schützt vor Motten) aufbewahren. Wir essen sie auch gerne so als gesunde Knabberei (getrocknet schmecken sie eher süß als bitter) und natürlich finden die Wurzeln auch als leberstärkende Medizin ihre Anwendung.
Für den Kaffee nimmt man die getrockneten Wurzeln und röstet sie kurz (5-10 min auf dem Gitter im Backofen), bis sie so trocken sind, dass sie leicht zerbrechen:

Die gerösteten Wurzeln

Dann kommen sie in einen Mörser oder ein anderes Zerkleinerungsgerät und werden kleingestampft und dann zermahlen:

Im Mörser kleingestampft...

...und zermahlen.

Wenn die Wurzeln klein genug gemahlen sind, kommen sie wie normal in den Kaffeefilter und werden mit kochendem Wasser übergossen. Mit Milch schmeckt das entstehende Getränk wie Kaffee mit Haselnussaroma, sehr lecker!
Für einen Liter Kaffee haben wir ca. 12 Wurzeln verbraucht – also Löwenzahn gut im Garten verbreiten, damit man genug zum Ernten hat!

Viel Spaß beim Ausprobieren und wohl bekomm’s.

Mehr Koch- und Hausapotheken-Rezepte zum Löwenzahn findet man in diesem (leider nur englischen) Buch: “Healing Wise” von Susun Weed.

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You always hear it in the story about the war – there was no coffee and people made coffee substitutes by using barley malt, chicory, acorns, and who knows what else… We love barley malt coffee and have tried other kinds, too; made from figs, from chicory… but my favourite substitute coffee is made from dandelion root. Dandelion is a great plant and I love it when it spreads in my garden, because for me it has many uses: I made syrup from the blossoms, salad from the leaves and the roots gets dried.
In autumn, the plant has withdrawn into its root and latter has the most nutrients and medicinal value. That is when you harvest it. Make yourself a nice salad from the leaves that are still on the root, or steam them shortly (Watch out for little slugs on the lower leaves!).
The roots are washed or brushed to get the dirt off and then you pat them dry and leave them to dry in a airy, shady place.
When the roots are dry (they will still be a bit flexible), you put them into a cloth bag or a screw-top glas (that protects them from moths) to store. We like to eat them as a healthy snack, too (when dry, they taste more sweet than bitter), and of course we also appreciate them for their medicinal value.
To make coffee you take the dry roots and roast them shortly in the oven (5 – 10 min on a grill), until they’re so dry that they break easily.

The roasted roots

Then you put them into a mortar or some other curshing/milling device of your choice and grind them small:

First crushed...

...then ground

When the roots are ground finely enough, you put them into a coffee filter and pour boiling hot water over them. With milk the resulting drink tastes like coffee with a hazelnut aroma, very delicious!
For one litre of coffee we used ca. 12 roots, so make sure you spread the plant in your garden well, so that you have enough to harvest!

Have fun trying it out!

More cooking recipes and medicinal advice about dandelion you find in this wonderful book: “Healing Wise” by Susun Weed.

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More about dandelions – Noch mehr Löwenzahn

Today is nice and sunny and all the dandelion blossoms are open and pretty. I picked a bowlful and wondered what to do with them. Last year I made about a gallon of syrup, so I’m still good. Then I remembered vinegar. I’ve never made dandelion blossom vinegar before, so I can’t tell you if it tastes good or not. But here’s the “recipe”:
*Lots of dandelion flowers
*good vinegar (I used white wine vinegar and self-made honey wine vinegar)

Put as many dandelion blossoms in a jar as you want or can. Top up with vinegar. Cap tightly, label (!) and store for a while (I guess maybe two weeks?).

I’ll tell you if it’s good in a few weeks.

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Die Sonne scheint und die Löwenzahnblüten sind offen und wunderbar gelb. Also habe ich eine Schüssel voll gesammelt und dann überlegt, was ich damit machen soll. Löwenzahnsirup habe ich letztes Jahr massig gemacht und habe immer noch viele Gläser voll. Dann fiel mir Essig ein. Ich habe noch nie Löwenzahnblütenessig gemacht und weiß nicht, ob er gut schmeckt, aber hier ist mein “Rezept”:
*viele Löwenzahnblüten
*guter Essig (ich habe Weißweinessig und selbst gemachten Honigweinessig genommen)
Soviele Löwenzahnblüten wie gewünscht/möglich in ein Glas tun und mit Essig bis oben hin füllen. Den Deckel fest drauf schrauben, Etikett drauf und warten.
Ich schätze, es wird so zwei Wochen dauern, bis es gut durchgezogen ist. Dann kann ich auch sagen, ob es gut schmeckt oder nicht.

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Still Alive – Noch am Leben

Now available in English and German!

So, it’s been quite a while… It seems like with gardening and baby and studying, there’s no time for anything else. Where do people get so much time to watch TV?!

Anyway, here’s a quick life sign and I hope that I’ll be able to blog more regularly again in the future.

Now is the time for:
In central Europe it’s now time for dandelions and nettles!

Dandelions are yummy greens which are good cooked or raw or as a pesto. The older the leaves, the more bitter – but it’s good for your liver.
The flower buds are delicious cooked and the flowers themselves make a lovely syrup (soak overnight in water and then cook the water down with sugar to a syrup). My son loves to just eat them straight.

Nettles are picked while they’re still small and tender (meaning now). You can make a strong tea with them by using 60 g fresh weight in a liter of water and letting it steep for min. 4 hours. Then strain the tea off and drink it! The greens you can use in your soup or whatever other meal you’re eating. You can also just cook/boil/steam them and they’re great fried in butter. I also like to make a potato nettle mush. Nettles are very high in iron and other minerals and are a great way to get your body in shape in spring.

So, start cooking!

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Huch, schon April?! Wie die Zeit vergeht, wenn man einen Garten und ein Baby hat!
Hier ist ein kurzes Lebenszeichen und ich hoffe, dass ich in Zukunft regelmäßiger bloggen werden kann.

Jetzt ist die Zeit für:

In Mitteleuropa ist jetzt die Zeit für Löwenzahn und Brennnessel;

Löwenzahn hat leckere Blätter, die man roh, gekocht oder als Pesto essen kann. Je älter desto bitterer sind die Blätter, aber gut für die Leber.
Die Blütenknospen sind sehr lecker gekocht (hatte sie gestern auf meiner Pizza) und die Blüten ergeben einen tollen Sirup (Blüten über Nacht in Wasser stehen lassen und dann mit dem Wasser und Zucker einen Sirup kochen). Mein Sohn isst die Blüten gerne direkt.

Brennnesseln pflückt man, wenn sie noch klein und zart sind (also jetzt). Man kann einen starken Tee aus ihnen kochen (60g Frischgewicht auf einen Liter Wasser, min. 4 Stunden ziehen lassen, dann trinken und die Blätter im Essen verwenden). Brennnesseln kann man auch dünsten, kochen oder in der Suppe verwenden. Ich mache auch gerne Brennnessel-Kartoffelbrei und sie schmecken super in Butter gedünstet.
Brennnesseln haben viel Eisen und andere Mineralien und sind daher gut um den Körper im Frühjahr in Schwung zu bringen.

Guten Appetit!

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