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Sonnenstrahlen sammeln – Catching Sun Rays

Ich mags gerne bunt und gerade an grauen Wintertagen sind erhellen kleine Sonnentrahlen das Gemüt. Meine Sonnenstrahlen finde ich im selbstgemachten Haustee.

Wie das geht? Jetzt im Sommer blühen alle möglichen Pflanzen, deren bunte Blüten getrocknet den Haustee optisch aufpeppen. Hierzu sammelt man essbare Blüten oder Blütenblätter von zum Beispiel…

Malve

Rose

Königskerze

Ringelblume

Sonnenblume

Wegwarte

…und weitere essbare Blüten.
Die Blütenblätter oder Blüten werden dann im Schatten getrocknet. Ich nehme alte Papp-Obststiegen (kostenlos und stapelbar!), deren Böden ich zum Teil mit Fliegennetzen ersetzt habe, um bessere Luftzirkulation zu gewährleisten. Die Farben der Blüten bleiben erhalten (wenn man sie in der Sonne trocknet, bleichen sie aus!) und wenn sie richtig trocken sind, kann man sie in beschriftete Behälter (z.B. Schraubgläser) umfüllen.
Ob sie trocken sind, verrät ein einfacher Test: Sind die Pflanzenteile noch biegsam, müssen sie noch mehr trocknen. Zerbrechen oder zerbröseln sie hingegen einfach, sind sie trocken genug.
Man kann die Blüten einfach in den Schwarztee mischen, in dem die bunten Farben einen schönen Kontrast bilden oder man mischt sich einen Haustee zusammen. Ich nehme für meine Hausteebasis Pfefferminze, Zitronenmelisse, ein wenig Salbei und Zitronenverbene. Alles gut vermischt und dann kommen die Blüten hinzu.

Fertig ist der Sonnenstrahlentee für gute Laune im Winter!

P.S.: Für nächstes Frühjahr schonmal vormerken: Veilchen-, Holunder- und Lindenblüten machen sich auch wunderbar im Tee.

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I love beautiful colours and especially on grey winter days little colourful sun rays lighten the mood. I find my sun rays in my homemade tea mixture.

How that works? Now that it’s summer lots of plants are flowering and their beautiful flowers can be dried and used to visually enhance your own homemade tea.
Just collect edible flowers or flower petals of local plants such as…

Malva

Rose

Mullein

Calendula

Sun flower

Chicory

…and other edible flowers.

The flowers or petals are then dried in the shade. I use old cardboard boxes that have been used for transporting fruit to stores (free and stackable!) and some of them I modified the floor to have a fly screen for better air circulation.
The colour of the flowers stay if you dry them in the shade – in the sun they bleach!
When they are completely dry, they can be put into labeled containers (I use glass screw top jars).
If they are completely dried you can find out with this simple test: Are the plant parts still bendy? Then they’re not dry enough! Do they crumble and snap? They are dry enough!
You can mix your flowers into black tea for a wonderful contrast of the black and the colours or you make your own tea mixture: For a base I use peppermint, lemon balm, a little sage and lemon verbena.
Mix it well and then add your flowers.
There you go – your own sun ray tea for a good mood in winter!

P.S.: For your spring to-do-list: Violet, elder and linden flowers are also wonderful in tea!

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Freiwillige vor! — Volunteers, anyone?

Als Samensammler lasse ich jedes Jahr einige Pflanzen ausblühen und Samen bilden und ab und zu bleiben hier und da auch Früchte wie Tomaten hängen. Deswegen habe ich auch dieses Jahr wieder viele “Freiwillige” in meinem Garten. Hier sprießen kleine Mangold-Pflänzchen zwischen den Trittsteinen hervor, dort kommen Babys der Tomate aus dem letzten Jahr aus dem Boden und Jungpflanzen der roten Melde überraschen mich als kleine Farbtupfer an den seltsamsten Orten.

Ich finde diese “Pioniere” sehr praktisch – sie sind abgehärtet, treten oft in Massen auf und ersparen mir eine Menge Anzuchtsarbeit: Ich muss sie nur noch ausgraben und an einen besseren Ort setzen (wie die Trittsteinmangolds) oder sie einfach dort lassen. Natürlich ziehe ich jedes Jahr auch meine eigenen Pflanzen an, aber wenn’s mal nicht so klappt, kann ich auf das jährlich wachsende Repertoire an Freiwilligen zurückgreifen und ich mag besonders den Überraschungseffekt sehr gerne.
Und wenn’s zuviele sind – wie oft beim weißen Gänsefuß – dann werden sie kurzerhand abgeschnitten und als Mulch genutzt oder kommen auf den Kompost.

Meine Lieblingspioniere sind Mangold, Tomaten, Krause Malve und Rettiche – wie sieht’s bei euch im Garten aus?

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As a seedsaver I let some of my plants go to seed every year, and here and there I forget to harvest the odd tomato or other fruit.
That’s why I have lots of “volunteers” in my garden this year – like every year.
Between the step stones Swiss chards are sprouting, babies of the previous year’s tomato are growing between the comfrey leaves and seedlings of the red orach surprise me with little bursts of colour in the strangest places.

I like these “pioneers” – they are hardy, often appear in mass and save me a lot of work: I just have to dig them up and transfer them to a better place (like in the case of the Swiss chard) or even just leave them. Of course I start my own little plants from seeds, too, but if something goes wrong I always have my spares in the yearly increasing mass of volunteers and I also like the surprises they give me.
And if they’re too many – as it often happens with lamb’s quarters (Chenopodium album) – I just cut them down for mulch or put them on the compost heap.

My favourite volunteers are Swiss chards, tomatoes, Chinese mallow and radishes – what are yours?

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