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Fisch fish Fisch fish Fisch fish Fisch fish….

Es tut mir Leid, dass ich so lange so blogfaul war, aber ich kann schonmal ankündigen, dass wir demnächst groß umziehen und die ganze Vorbereitung nimmt viel Zeit in Anspruch.

Zum Trost jetzt aber eine lustige Geschichte und, ich hoffe, bald wieder regelmäßige Einträge.

Wir haben eine Menge sehr großer Plastikbottiche und ich liebäugelte schon seit längerem mit Teich. Und also wir dann letztens im Asialaden eine Menge essbarer Wasserpflanzen sahen, konnte ich nicht widerstehen und kaufte einige um sie in ein Aquakultur-Projekt (sprich: Teich) zu integrieren.

Da wir bald umziehen und ich mir das Graben ersparen wollte, stellte ich einfach den Bottich in einer guten Lage (Morgensonne, nachmittags Schatten) auf, legte Steine und Erde hinein und füllte ihn mit Wasser.

Dann pflanzte ich Wasserlotos (Nelumbo nucifera), Wasserspinat (Ipomoea aquatica), Wassermimose (Neptunia oleracea), Brunnenkresse (Nasturtium officinale) (das alles aus dem Asialaden) und einige weitere Teichpflanzen aus einem nahe gelegenen Teich.

Nach ein paar Tagen hatten sich die Pflanzen eingelebt und Massen von Mückenlarven hatten sich eingestellt.

Also gingen wir am Samstag los und kauften Fische gegen die Mückenlarven und Wasserschnecken gegen Algen und Pflanzenteile. Die Fische waren Elritzen (Phoxinus phoxinus) und da sie gerne mindestens zu viert sind, nahmen wir vier. Alles war gut, sie waren schüchtern, aber schienen glücklich.

Ich schärfte meinem fast drei Jahre alten Sohn ein Arme und Beine aus dem Wasser zu lassen, damit es klar und die Fische glücklich bleiben.

Doch als ich ihn für eine halbe Stunde allein ließ, schaffte er es, das Wasser komplett zu trüben und alle Pflanzen in einer Ecke schwimmen zu lassen. Ich pflanzte wieder alles ein und goß vorsichtig noch ein wenig Regenwasser dazu, doch abends sahen wir die Fische an der Wasseroberfläche nach Luft schnappen und ich hatte ein schlechtes Gewissen.
Am Sonntagmorgen lief ich hinunter um zu sehen, ob sich das Wasser wieder geklärt hatte und es den Fischen besser ging. Aber: Sie waren weg! Nirgendwo tote Fische, aber auch keine Fische im Teich zu sehen (obwohl das Wasser wieder kristallklar war), dafür ein paar glücklich aussehende Katzen.
Am Nachmittag gingen wir zu einem kleinen natürlichen Teich in der Nähe, und holten noch einige Wasserpflanzen und einige Wasserinsekten wie Rückenschwimmer (Notonecta glauca). Sie schienen sich in unserem Teich wohlzufühlen.

Am Montag machten wir eine Fahrradtour zu einem weiteren kleinen Teich und holten zwei Libellenlarven (Kleinlibellen, Zygoptera), wegen der Tausenden von Mückenlarven, die wir nicht schlüpfen lassen wollten. Mein Mann hatte am Morgen unseren Teich komplett nach Fischen abgesucht, konnte aber keine finden.

Am Dienstag habe ich gemerkt, dass es schon viel weniger Mückenlarven gab und ich war froh, dass die Libellenlarven so eine gute Arbeit geleistet hatten. Ich konnte sie zwar nicht sehen, nur die Rückenschwimmer.
Allerdings sah ich etwas anderes, ein Aufwirbeln des Schlamms am Teichboden und die Bewegung war so schnell, dass es mich an einen Fisch erinnerte. Also suchte ich den Teich nach möglichen Fischen ab, fand aber keine.
Þóra, meine isländische Gastschwester, kam an diesem Nachmittag  und zusammen mit meiner Mutter gingen wir zu einem Gartencenter in der Nähe und meine Mutter kaufte Pflanzen während Þóra uns überredete eine elektrischen Teichpumpe und ein paar kleine Goldfische zu nehmen. Wir nannten sie Adalbert und Heinrich. Nachdem wir sie ins Wasser gelassen hatten, sah ich wieder eine fischige Bewegung und diesmal auch einen Fisch. Einen grauen. Eine der Elritzen hatte überlebt! Die Fische waren glücklich mit dem Sauerstoff, den die Pflanzen zur Verfügung stellten, also ließ ich die Pumpe vorerst eingepackt.

Am Mittwoch ging ich am Morgen direkt an den Teich. Er war wieder leer! Keine Elritzen, keine Goldfische. Die Goldfische, die wir geholt hatten, waren orange und silber und ihre Farben wirklich standen stark ab gegen die Braun- und Grüntöne der Teichvegetation. Aber ich konnte keinen von ihnen sehen. Ich  ließ meine Hände durch das Wasser gleiten und versuchte die Fische damit aufzuschrecken, aber es schwamm nichts herum. Ich beschloss, mit meinem Sohn die Pumpe zurückzugeben und zwei weitere Goldfische zu kaufen – aller guten Dinge sind drei! – und den Teich nachts mit einem Drahtgeflecht abzudecken, damit die Katzen nicht an die Fische kommen. Und wenn auch diese Fische verschwanden, dann wäre es das gewesen – keine weiteren!
Wir fuhren mit dem Rad ins Garten-Center, gaben die Pumpe zurück und bekamen zwei kostenlose Luftballons und zwei Goldfische. Wir ließen sie vorsichtig ins Wasser und ich entdeckte, dass die einsame Elritze zurück war. Sie sind Schwarmfische, ich war froh ihr zwei Begleiter geben zu können. Dann ging ich für ein paar Stunden weg.
Als ich zurückkam und in den Teich sah, konnte ich nicht glauben was ich sah! Vier Elritzen tollten mit vier Goldfische herum! Ich fühlte mich sehr dumm und weiß jetzt, dass Fische sich richtig gut verstecken können. In einem kleinen Teich, während ich meine Hände hindurch gleiten lasse und obwohl sie bunt sind, können sie sich immer noch verstecken. Ich bin schwer beeindruckt. Es scheint ihnen gut zu geben und ich werde weiter beobachten, ob der Teich ihnen groß genug ist, ansonsten muss ich noch einen zweiten bauen.

Aber, welche Überraschung!

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I’m sorry for being so lazy about blogging lately, but I can already announce that we will move soon and since it’s a big move,  it involves a lot of preparation.

To console you, here a funny story and, I hope, more regular entries again soon:

We have a lot of very big tubs and I have been fancying a pond for quite a while now, so when we went to the Asia store the other day and saw edible aquatic plants, I couldn’t resist and bought some to integrate into an edible aquaculture project.

Since we’re moving soon and I wanted to save myself the work of digging, we just put the tub in a good location (morning sun, afternoon shade), added some soil and rocks  and filled it with water.

Then I planted the water lotus (Nelumbo nucifera), water spinach (Ipomoea aquatica), water mimosa (Neptunia oleracea), water cress (Nasturtium officinale) and some random pond plants from a nearby pond.

After a few days the plants had settled in and masses of mosquito larvae had arrived.

So on Saturday, we went and bought fish for mosquito control and water snails for algae and plant control. The fish were grey minnows (Phoxinus phoxinus) and since they like to be at least in fours, we got four. All was well, they were shy, but seemed happy.

I told my almost three year-old son to keep his extremities out of the water to keep it clear and the fish happy.

However, as soon as I turned my back for half an hour, he had kicked up silt in the pond with his feet and the water had gotten cloudy. By evening the poor fish were swimming at the surface, gasping for air. I felt so bad.

Sunday morning I ran down to see if the water had cleared and the fish were doing better agian. But: They were gone! No dead fish anywhere, but also no fish to be seen in the pond (even though the water was crystal clear again) and a couple of very happy looking cats.
That afternoon we went to a little natural pond nearby, got some more water plants and some pond bugs such as backswimmers (Notonecta glauca). They were very happy in the water.

On Monday we went for a bike tour to yet another little pond and found some dragonfly larvae (small ones, Zygoptera), too, because of the thousands of mosquito larvae we didn’t want to hatch but get eaten. My husband also had searched the whole of our little pond for fish in the morning but couldn’t find any.

On Tuesday I noticed that there were a lot less mosquito larvae already and I was happy that the dragonfly larvae had done such a good job. I couldn’t see anymore of them though, only the backswimmers.
However, I did see something stir up the mud at the bottom of the pond and the movement was so quick that it seemed almost fishy. So I searched the pond for possible fish, but found none.
Thóra, my Icelandic hostsister, came over that afternoon and together with my mum we went to a garden center nearby and my mum got plants while Thóra talked us into getting an electric  pond pump and a couple of small goldfish. We called them Adalbert and Heinrich. After we put them in the water, I saw a fishy movement again and indeed even a fish. A grey one. One of the minnows had survived! The fish were happy with the oxygen the plants provided, so I didn’t install the pump.

On Wednesday, I got up on the morning and excitedly went to the pond. It was empty yet again! No minnows, no goldfish. The goldfish we had got were orange and silver and their colours really stood out against the browns and greens of the pond vegetation. But I couldn’t see any of them. I moved my hands through the water trying to scare up any fish, but there were none. I decided to return the pump with my son and get two more goldfish – third time’s a charm! – and cover the pond with a wire mesh during the night so the cats wouldn’t be able to get to any fish. Also, if those fish disappeared, I wouldn’t get any more.

We went to the garden center by bike, returned the pump and got two free balloons and two goldfish. We put them into the water and discovered that the single minnow was back. They are swarm fish, so I was happy to give them two companions. Then I went away for a few hours.
When I came back and looked into the pond, I couldn’t believe what I saw! Four minnows happily frolicking with four goldfish! I feel very stupid now and I guess fish can hide REALLY well. In a small pond with my hands moving around and being gaily coloured, they can still hide. I’m amazed. They are fine and I’ll see if they’re ok being so many in one pond and if not we’ll have to make a second one.
Talk about surprises!

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Filed under Animals, garden, Permaculture