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Sommerzeit – Jauchezeit! — DIY Liquid Fertilizer

Der Beinwell und die Brennnesseln wachsen wie wild, es ist warm und bald brauchen die Starkzeher wie Tomaten ordentlich Pflanzenfutter um für uns schöne Früchte zu produzieren. Die perfekten Voraussetzungen für einen Jaucheansatz!

Man nehme:

* Blätter von Beinwell, Brennnessel, Fenchel, Kamille, Kohl, rote Beete oder einfach gejätetes “Unkraut” wie Vogelmiere, Löwenzahn oder Hirtentäschel.

* einen Eimer/Bottich/Gefäß (nicht aus Metall!), möglichst mit Deckel

* Wasser

Die Blätter werden in den Eimer gepackt (können auch kleingeschnitten werden) bis er etwa zu 3/4 voll ist. Dann das Wasser bis kurz unter den Rand hinzugießen. Deckel drauf und ca. 14 Tage warten.

Der Deckel sollte luftdurchlässig sein (es entstehen ziemliche Gärgase!), aber ich habe ganz gute Erfahrungen mit einem großen Plastikeimer mit entsprechendem Deckel gemacht, bei dem ich nur 2/3 des Rands fest angedrückt habe, damit noch ein bisschen Luft durchkommen kann.

Nach 14 Tagen (länger, wenn’s kühl ist) ist die Jauche fertig! Sie riecht sehr stark (=stinkt), dagegen hilft aber bei Bedarf etwas Steinmehl. Die Jauche wird durch ein Sieb gegossen und dann mit Wasser verdünnt (1:10 bis 1: 50) und dann zu den Pflanzen gegossen. Auf bloße Erde kann man die Jauche auch unverdünnt zur Bodenverbesserung gießen.

Die im Sieb zurückbleibende “Maische” schütte ich meist unter unsere Obstbäume.

Vorsicht, der Gärvorgang tötet die Samen der Pflanzen nicht ab. Wer also mit der Jauche nicht auch zB. Brennnesselsamen im ganzen Garten verteilen möchte, sollte die Pflanzen vor der Samenbildung nehmen.

Verschiedene Jauchen haben neben dem Düngen verschiedene Wirkungen und können auch als biologische Schädlingsabwehr eingesetzt werden. Eine ausführliche  Liste findet man hier.

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Comfrey and nettles are growing quickly, it is warm and soon high nutrient-demanding plants such as tomatoes will want their feed to grow us nice big produce. Perfect conditions for a batch of liquid fertilizer.

You need:

* leaves of comfrey, nettle, fennel, chamomile, cabbage, red beet or just “weeds” such as dandelion, chickweed, shepherd’s purse, ….

* a container (must not be made of metal), preferably with a lid

* water

Put the leaves in your container (you may cut them small if you like) until it is 3/4 full. Then add the water until a few centimeters under the rim. Put the lid on and wait for about 14 days.
The lid should let air through (there will be fermentation gases) and I have had good results with using a big plastic bucket with tight-fitting plastic lid that I only pushed down firmly on 2/3 of the rim, leaving a little space for the air to get through.

After 14 days (longer if the weather’s been cool) the liquid manure is ready! It smells quite strongly, but a bit of rock meal helps against that.
Strain your liquid through a sieve, add water to it (1:10 to 1:50) and give it to your plants. On bare soil you can also put it without dilution to improve the nutrient content of it.

The leftovers in the sieve I usually just plop under our fruit trees.

Caution! Plant seeds don’t die during the fermentation process and unless you would like to spread the plant you used all over your garden, better only use plants before they have produced seeds or only seedless parts.

Making your manure with different plants will add some other uses to it besides fertilizing and there’s a wonderfully extensive list here. It’s in German, but with machine translated, it’s still somewhat understandable and – in parts – am/confusing. I hope I get around to translating it myself sometime.

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Essbare Bodendecker — Edible Groundcover

Vor kurzem ist jemand mit den Suchbegriffen “essbare Bodendecker” auf meinen Blog gestoßen. Das fand ich interessant und dachte, darüber könnte ich ja mal schreiben….

Bodendecker sind toll – sie helfen gegen Austrocknung und Erosion, halten den Boden kühl und sind oft auch noch trittfest.
Wenn man sie dann auch noch essen oder anderweitig nutzen kann, ist es eigentlich perfekt, oder?

Hier ein kleiner Überblick über einige essbare (oder sonstwie nützliche) Bodendecker:

Neuseeländer Spinat (Tetragonia tetragonioides): Dieses bei uns einjährige Blattgemüse sät sich selbst aus. Bodendeckend bleibt er aber nur, wenn man ihn regelmäßig beerntet, sonst bildet er aufsteigende Triebe, die bis zu zwei Meter hoch werden! Er hat sehr fleischige Blätter und ist daher nicht trittfest. Er ist eher etwas für sonnige Standorte.

Portulak (Portulaca oleracea): Wie der Neuseelandspinat sät auch er sich selbst aus und hat fleischige Blätter. Die Blätter sind kleiner, aber trotzdem sehr lecker. Er ist auch eher etwas für sonnige Standorte. Portulak bleibt auch ohne Ernten klein, ist aber auch nicht trittfest.

Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus): Kapuzinerkresse verteilt sich auch schön auf dem Boden und sät sich ebenso begeistert selbst aus. Hier wird man auch noch mit hübschen Blüten belohnt und kann nicht nur Blüten und Blätter essen, sondern auch die unreifen Samenkapseln als Kapern-Ersatz einlegen. Auch nicht trittfest.

Gundermann (Glechoma hederacea): Gundermann ist ein wunderbarer Bodendecker – er bleibt klein, ist einigermaßen trittfest (keine Pflanze für einen viel benutzten Weg), wächst fast überall (sicher auch unbemerkt in deinem Garten) und hat hübsche violette Blüten. Die Blätter haben einen sehr intensiven Geschmack und machen sich gut in Kräuterbutter. Gundermann vermehrt sich fröhlich selbst schlägt beim Wachsen immer mal wieder Wurzeln, so dass man ihn gut über Ableger vermehren kann.

Scheinerdbeere (Potentilla indica): Auch sie breitet sich schnell selbst durch Ableger aus und ist trittfest. Sie hat kleine gelbe Blüten und Erdbeerähnliche Blätter. Den Walderdbeeren am ähnlichsten jedoch sind die fade schmeckenden, aber essbaren Früchte. Martin Crawford vom Agroforestry Research Trust nutzt die jungen Blätter der Scheinerdbeere als Salat.

Walderdbeere (Fragaria vesca): Ist der Standort eher schattig, bietet sich die Walderdbeere an. Sie ist relativ trittfest, blüht schön und die kleinen Erdbeeren sind meist viel aromatischer als die großen Arten. Die Blätter können auch für Tee verwendet werden.

Himalaja-Himbeere (Rubus nepalensis): Diese Himbeerart habe ich auch in Martin Crawfords essbarem Waldgarten kennengelernt. Sie wächst auch im Vollschatten, wird bis 20 cm hoch, ist absolut trittfest und macht leckere Beeren. Außerdem ist sie nicht so stachelig wie die “normale” Himbeere.

Thymian: An warmen, sonnigen Standorten eignen sich kleinbleibende Thymianarten, die einen duftenden Teppich bilden (Thymus caespititius) und mit ihren Blüten auch noch Insekten anlocken. Relativ trittfest, hat man dann einen dichten Rasen, den man für den Küchen- und Teegebrauch auch beernten kann.

Kamille: Neben der strahlenlosen Kamille (Matricaria discoidea) gibt es auch Sorten der römischen Kamille (Chamaemelum nobilis), die kleinbleibend sind und als Rasenkamille verkauft werden. Gut trittfest und duftend.

Giersch (Aegopodium podagraria): Während die Gärtner, die Giersch in ihrem Garten haben, jetzt sicher die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, führe ich ihn der (un-)Vollständigkeit halber mal auf. Giersch ist sehr trittfest und absolut robust. Man kann die jungen Blätter essen und wenn man ihn lässt, bildet er weiße Blüten (die aber schon mal einen Meter hochstehen). Es gibt ihn in grün und auch in panaschiert. Allerdings ist beim Giersch höchste Vorsicht geboten: Er breitet sich gerne aus und ist sehr schwer wieder “einzufangen”. Zum Glück kann man ihm ganz gut mit Sheet Mulch Einhalt gebieten.

Beeren: Es gibt viele kleinbleibende Beerenarten, wie die europäische Blaubeere (Vaccinium myrtillus), Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea), Krähenbeere (Empetrum nigrum), Cranberry (Vaccinium oxycoccos) und die Shallon-Scheinbeere (Gaultheria shallon).
Einige von ihnen haben allerdings ganz bestimmte Bodenansprüche (sauer, mager…) weswegen “normaler” Gartenboden meist nicht geeignet ist. Ansonsten sind sie aber trittfest und als Waldpflanzen in der Regel auch schattentolerant.

Niedere Scheinbeere (Gaultheria procumbens): Diese Pflanze ist in den Wäldern des Nordostens Amerikas heimisch. Die Blätter ergeben einen leckeren Tee und die Früchte haben ein minziges Aroma. Wie die anderen Heidekrautgewächse bevorzugt auch die Niedere Scheinbeere saure Böden, ist daher eher was für moorige Gegenden.

Kriechende Mahonie: Ein weiterer interessanter Bodendecker ist die kriechende Mahonie (Mahonia repens). Sicher trittfest ist sie trotzdem eher was für Stellen, die man nicht betritt, denn sie ist ziemlich stachelig. Allerdings blüht sie im Frühjahr wunderbar gelb und zieht mit ihrem starken Duft nicht nur Bienen an. Die Beeren sind essbar, allerdings sehr sauer.

Kriechender Rosmarin (Rosmarinus officinalis ‘Prostratus’): Wie der Thymian liebt auch der kriechende Rosmarin sonnige Fleckchen, bedankt sich aber mit aromatischen Blättchen, die ein tolles Gewürz sind, und mit schönen Blüten. Bedingt trittfest und vom Boden her meiner Meinung nach anspruchslos.

Vogelmiere (Stellaria media): Eine meiner Lieblingspflanzen ist die Vogelmiere. Sie wächst gerne wo es feucht ist, gerne auch ein wenig schattig und breitet sich dort auch gerne aus. Sie schmeckt saftig, erdig und lecker, steckt voller Vitamine und Mineralien und ist auch medizinisch nutzbar. Wie der Name schon sagt mögen sie auch Vögel. Da sie sehr fleischig ist, nimmt sie es einem übel,wenn man sie häufig betritt.

Breitwegerich (Plantago major) : Ihn kann man direkt auf den Weg pflanzen – er wird nicht umsonst Wegerich genannt. Mit seinen essbaren Blättern und seiner großen Heilkraft gehört auch er zu meinen Lieblingspflanzen. Er wächst auch auf trockenem harten Boden und ist eine der Pionierpflanzen, wenn es gilt “Erdwunden” zu besiedeln.

Beinwell: Beinwell reichert den Boden mit Stickstoff an und seine im Überfluss wachsenden Blätter sind toller Mulch und gut für Jauchen. Die Zwergformen (Symphytum ibericum) bleiben recht klein, sind aber nicht sonderlich trittfest. Dafür wachsen sie eigentlich überall. Beinwell breitet sich über Wurzelstückchen aus, aber wenn man in seiner Nähe nicht umgräbt (oder Mäuse und Maulwürfe hat), bleibt er wo er soll.

Nun hoffe ich einen kleinen Überblick und neue Inspirationen zum Thema Bodendecker gegeben zu haben. Habe ich was vergessen? Habt ihr noch interessante Bodendecker?

Edit: Dank meiner aufmerksamen Leser hier noch zwei Bodendecker, die ich selber im Garten habe und lieber, aber dennoch vergessen hatte:
Waldmeister (Galium odoratum), Blätter bis zur Blüte für Maibowle; Vorsicht, enthält Cumarin.
Duftveilchen (Viola odorata), Blätter und Blüten essbar, wunderbarer Duft.

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Recently somebody found my blog using the terms “edible ground cover” in his search. I found that very interesting and decided to write something about it…

Groundcover is great – it helps against evaporation and erosion, keeps the ground cool and often you can even walk on it.
And if you can then also eat it or use it for something, it’s perfect, right?

Here a little overview about edible (or otherwise useful) groundcover plants:

New Zealand Spinach (Tetragonia tetragonioides): In temperate climate only annual this groundcover plant with edible leaves reseeds itself happily. It only stays a groundcover, however, if you harvest it regularly, otherwise it forms erect shoots that can grow up to two meters! NZ spinach has very succulent leaves and stems and therefore shouldn’t be stepped on. It’s something for sunny spots.

Common Purslane (Portulaca oleracea): Like the NZ Spinach it also reseeds itself and has succulent edible leaves. Those are smaller but nevertheless delicious. Purslane is happy in sunny, moist spots and stays low even without harvest. Shouldn’t be stepped on.

Nasturtium (Tropaeolum majus): Nasturtiums like to sprawl and will reseed itself. It doesn’t only have edible leaves, but also beautiful edible flowers that will add both beauty and spice to your salad! Even the unripe seedpods can be used as a pickled caper substitute. Not to be stepped on.

Creeping Charly (Glechoma hederacea): A wonderful ground cover – it stays small, is pretty tolerant to being stepped on, grows almost everywhere and has beautiful purple flowers. The leaves have a very strong taste and are nice in herb butters. Creeping Charly propagates itself happily by taking root here and there where it touches the ground, so you can easily layer it.

Mock Strawberry (Potentilla indica): It also likes to take root along its way and will spread quickly. It can be stepped on and sports little yellow flowers and strawberry-like fruit that are bland but edible. Martin Crawford of the Agroforestry Research Trust recommends the young leaves for salads.

Forest Strawberry (Fragaria vesca): Is the spot for your future ground cover rather shady, forest strawberries will do well. It can be stepped on, has pretty flowers and will reward you with tiny strawberries that are usually a lot more aromatic than any big one you can find! The leaves can also be used for tea.

Nepalese Raspberry (Rubus nepalensis): I first met this kind of raspberry in Martin Crawford’s edible forest garden in Devon, England. It grows even in full shade, gets only up to 20 cm high, is absolutely tolerant to being stepped on and makes delicious berries. And what’s best: It’s not as prickly as the common raspberries!

Thyme: Sunny, warm spots are great for thyme and varieties that stay small (Thymus caespititius) will form a lovely smelling carpet and attract pollinators with their little flowers. Relatively tolerant to being stepped on, thyme creates the sort of lawn that can be harvested for kitchen and medicinal use.

Chamomile: Apart from the pineapple weed (Matricaria discoidea) there are also kinds of the Roman chamomile (Anthemis nobilis) that stay small and are being sold as “lawn chamomile”. Can be stepped on and smells good.

Ground ivy (Aegopodium podagraria): While the gardeners amongst you who have it in their garden are probably shaking their heads now, I will still mention the ground ivy. It is very tolerant to being stepped on and absolutely robust. You can eat the young leaves and if you let it it flowers nicely (but grows then up to 1 meter high). The “wild form” is green, but there are also variegated varieties. Watch out though, ground ivy likes to spread like mad and if you once let it get out of control, it’s hard to get rid of. Luckily it’s well to deal with if you use sheet mulch.

Berries: There are many prostate kinds of berries such as the European blueberry (Vaccinium myrtillus), lingonberry (Vaccinium vitis-idaea), crowberry (Empetrum nigrum), cranberry (Vaccinium oxycoccos) and shallon (Gaultheria shallon).
Some of them have very specific requirements as to where they like to grow (acid soil, …), so “normal” garde soil often doesn’t suit them. Otherwise they’re ok to walk on every now and then and being forest plants often also shade-tolerant.

Wintergreen (Gaultheria procumbens): Winterberry is a native to Northeast America. The leaves make for a nice tea and the fruit has a minty flavour. Just like other heather family plants, winterberry also prefers acid soil.

Creeping mahonia: Another interesting groundcover is the creeping mahonia (Mahonia repens). It doesn’t mind being stepped on, but since it is quite prickly I wouldn’t recommend it. It flowers beautifully in spring and the strong scent and yellow blossoms area bee magnet. The berries are edible, but very tart.

Creeping rosemary (Rosmarinus vulgaris ‘Prostatus’): Just like thyme, rosemary is something for sunny spots. The aromatic leaves are a great spice, however, and it has pretty blueish blossoms. Nothing for paths, but otherwise pretty easy to keep.

Chickweed (Stellaria media): One of my favourite plants is chickweed.  It likes to grow in moist and also shady areas and likes to spread. Chickweed tastes juicy, earthy, fresh and delicious, is full of vitamins and minerals and Susun Weed recommend some medicinal use for it, too. The name also tells you how much birds love it. Shouldn’t be stepped on much.

Greater plantain (Plantago major): You can plant it right in the path, it’s so hardy! Its edible leaves and its amazing medicinal value make it also one of my favourites. It is a pioneer plant that comes to “heal” disturbed ground, so it can even grow in dry compacted soil.

Comfrey (Symphytum sp.): Comfrey is a nitrogen-fixer and its abundantly growing leaves are great for mulch and compost teas. S. ibericum stays small, but none of the comfreys is very happy about being stepped on. However, they grow pretty much everywhere. Comfrey can spread like mad by root cuttings, but as long as you don’t dig in its vicinity (and as log as the cats keep a check on mice and moles), it stays where it should.

I hope you enjoyed this little overview over edible ground covers! Do you know any other interesting ground covers?

NOTE: I live in a temperate climate. So any time I write “warm and sunny” I am talking about warm and sunny in a temperate zone. If you’re living, for example, the south of the US, a plant that I described as loving it warm and sunny might prefer partial shade. Ask your neighbours, friends, local nurseries or consult a book before planting!

Edit: Thanks to my faithful readers, here two more groundcovers I have in my own garden and love, yet forgot:

Woodruff (Galium odoratum), leaves until flower for May wine; watch out, contains cumarin.
Violet (Viola odorata), leaves and flowers edible, lovely scent.

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Sheet Mulch II – Photos

Hier nun die versprochenen Fotos unserer neuen Sheet Mulch-Beete:

Winterliche Gartenplanung

Im Winter kann man den Garten gut planen, da ja sonst nicht so viel zu tun ist. Man sieht noch die Teile des linken Beets, die mal Stücke von unserem Bohnenzelt waren und jetzt mit als großes Beet zusammengeführt werden. Außerdem haben wir  die zukünftigen Beete mit Steinen und Holz abgesteckt, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es später sein wird.

Die Beete werden mit Pappe bedeckt

Nun werden die Beete mit Pappe bedeckt

Es ist wichtig, dass die Pappe erst aufgelegt wird, wenn der Boden wieder aufgetaut ist, da der Mulch sonst den Frost isoliert und der Boden nur sehr langsam auftaut. Am besten ist es am späten Nachmittag eines warmen Tages, damit die Wärme dann durch die Pappe gehalten wird. Ein Grund, das zukünftige Beet schon im Herbst anzulegen.
Wie man sieht, haben wir in der rechten vorderen Ecke des linken Beetes schon einen Baum gepflanzt; die Pappe wird nun um ihn herumgelegt.

Und fertig!


Und schwupps sind die Beete fertig. Auf die Pappe kam ein wenig Kompost und dann eine dicke Lage von über den Winter kompostierten Holzchips. Und dann konnte das fleißige Pflanzen schon losgehen! Die dunkle Farbe des Holzchipsmulches hat im kühlen Frühjahr auch den Vorteil, dass sie die Erde stärker erwärmt. Die recyclete Öltonne im Hintergrund des zweiten Bildes wird übrigens mal eine Kartoffeltonne.

Ende Juli ist das Beet schon ein Dschungel!

Alles ist in die Höhe geschossen...

Wir waren nur zwei Wochen im Urlaub, aber als wir wiederkamen, war alles enorm gewachsen und die beiden neuen Beete hatten sich in Dschungel verwandelt.

Falls ihr auch Erfahrung mit Sheet Mulch habt, würde ich mich über Berichte und Kommentare freuen!

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Here the photos of the new beds:

Wintertime Garden Construction

Winter is a good time to plan your garden as there isn’t much else to do. In the lft bed you can still see the little bed snippets that were part of the bean tent last year and will be united in a big bed now.
Also, we put bricks and wood around the future beds to get a feel for how it will be later.

Die Beete werden mit Pappe bedeckt

Now the beds are covered with cardboard

It is important that the cardboard is put down after the ground has thawed, otherwise it insulates the frost and the ground thaws only very slowly.
It’s best to choose the late afternoon of a warm day, so that the warmth from the day is being held in by the cardboard. A good reason to make your new bed in fall before the ground freezes.
As you can see we have planted a tree in the front right corner of the left bed; cardboard will now be put around it.

And done!


And quickly the new beds are done! The cardboard was covered with a little compost and then a thick layer of woodchips that have been lefft to compost over winter. After that the planting could start!
The dark colour of the composted woodchips also makes the soil warm up more.
The recycled oil barrel in the background of the second picture will become a potato barrel.

End of July the bed has become a jungle!

Everything has grown massively..

We were on holidays for just two weeks but when we returned, everything had grown enormously and the two new beds had turned into a jungle.

If you have any experience with sheet mulch, I’d love to hear about it!

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Freiwillige vor! — Volunteers, anyone?

Als Samensammler lasse ich jedes Jahr einige Pflanzen ausblühen und Samen bilden und ab und zu bleiben hier und da auch Früchte wie Tomaten hängen. Deswegen habe ich auch dieses Jahr wieder viele “Freiwillige” in meinem Garten. Hier sprießen kleine Mangold-Pflänzchen zwischen den Trittsteinen hervor, dort kommen Babys der Tomate aus dem letzten Jahr aus dem Boden und Jungpflanzen der roten Melde überraschen mich als kleine Farbtupfer an den seltsamsten Orten.

Ich finde diese “Pioniere” sehr praktisch – sie sind abgehärtet, treten oft in Massen auf und ersparen mir eine Menge Anzuchtsarbeit: Ich muss sie nur noch ausgraben und an einen besseren Ort setzen (wie die Trittsteinmangolds) oder sie einfach dort lassen. Natürlich ziehe ich jedes Jahr auch meine eigenen Pflanzen an, aber wenn’s mal nicht so klappt, kann ich auf das jährlich wachsende Repertoire an Freiwilligen zurückgreifen und ich mag besonders den Überraschungseffekt sehr gerne.
Und wenn’s zuviele sind – wie oft beim weißen Gänsefuß – dann werden sie kurzerhand abgeschnitten und als Mulch genutzt oder kommen auf den Kompost.

Meine Lieblingspioniere sind Mangold, Tomaten, Krause Malve und Rettiche – wie sieht’s bei euch im Garten aus?

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As a seedsaver I let some of my plants go to seed every year, and here and there I forget to harvest the odd tomato or other fruit.
That’s why I have lots of “volunteers” in my garden this year – like every year.
Between the step stones Swiss chards are sprouting, babies of the previous year’s tomato are growing between the comfrey leaves and seedlings of the red orach surprise me with little bursts of colour in the strangest places.

I like these “pioneers” – they are hardy, often appear in mass and save me a lot of work: I just have to dig them up and transfer them to a better place (like in the case of the Swiss chard) or even just leave them. Of course I start my own little plants from seeds, too, but if something goes wrong I always have my spares in the yearly increasing mass of volunteers and I also like the surprises they give me.
And if they’re too many – as it often happens with lamb’s quarters (Chenopodium album) – I just cut them down for mulch or put them on the compost heap.

My favourite volunteers are Swiss chards, tomatoes, Chinese mallow and radishes – what are yours?

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Permakultur 3 – Ein Element, viele Funktionen — One element, multiple functions

Ein weiteres Prinzip der Permakultur ist das der vielen Funktionen. Ein Element im System, hier also eine Pflanze, ein Tier, ein Gegenstand im Garten sollte nicht nur eine Funktion, sondern möglichst viele haben. Gegenbeispiele dazu findet man in vielen Vorgärten, in denen die Pflanzen oft ausschließlich Zierwert haben und ansonsten weder den Besitzern noch der Tierwelt in der Umgebung nutzen. In der Permakultur ist es wie gesagt umgekehrt und ich denke, das ist am einfachsten mit ein paar Beispielen zu erläutern:

Beispiel-Element 1: Die Bienen

Mein erstes Beispiel-Element sind die Bienen. Sie haben eine große Rolle als Bestäuber, liefern mir Honig, und bringen auch sonst einfach Leben in den Garten. Außerdem sind sie Futter für den Bienenfresser (worüber man sich als Imker natürlich nicht so freut).

Beispiel-Element 2: Der Grünkohl

Der Grünkohl (hier Russischer Roter) ist vordergründig natürlich ein tolles Gemüse und das ist sicher die Hauptfunktion. Wenn man ihn abblühen lässt, ist er aber nicht nur sehr hübsch anzusehen, sondern auch eine tolle Futterquelle für Bienen, ob Honig- oder Solitär-.  Weiterhin spendet er mir Samen und wenn ich zuviel habe, kann ich ihn als Mulch benutze oder kompostieren.

Und als letztes Beispiel:

Beispiel-Element 3: Der Holunder

Ich habe fünf Holunderbäume (bzw. Bäumchen) im Garten und wenn man nur kurz nachdenkt, fallen einem schon eine ganze Menge Funktionen ein: Als erstes natürlich die Basis-Baum-Funktionen, also Schattenspender, Habitat für Vögel, Insekten und meine Katzen, die Blätter sind Mulch und damit Futter für die Bodenlebewesen. Die Holunderblüten liefern theoretisch Nektar und Pollen für Bienen (theoretisch, weil ich in der Praxis hier noch keine Insekten beobachten konnte und diese Beobachtung auch von anderen Leuten gehört habe), die Beeren sind Futter für die Vögel. Außerdem sind die Blüten und Beeren auch für mich toll. Dann zieht der Holunder auch noch Blattläuse an, die sich dann von meinem Gemüse fernhalten und bietet damit auch Blattlausfressern wie den Marienkäfern eine tolle Futter- und Vermehrungsquelle. Die Stengel vom Holunder sind im Prinzip hohl (sie enthalten ein Mark, das man einfach rauskratzen kann), so dass sie sich toll als Rohre eignen und man daraus sicher auch Insektenhotels bauen kann. Außerdem habe ich Holunderblätter schon erfolgreich zum Ameisenvertreiben benutzt. Eine lange Liste, und Holunder hat noch viele weitere Funktionen!

Eigentlich ist es nicht schwer, den Garten funktionsreicher und damit auch ertragreicher zu gestalten. Einfach mal beim nächsten Gartencenter-Kaufrausch kurz innehalten und schauen, ob man vielleicht eine Pflanze mit mehr Funktionen finden kann…

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Another permaculture principle is multiple functions. One element in the system, that is here a plant, an animal or something else in the garden, should not only have one function, but as many as possible. Counterexamples are found in many front yards that often only sport plants of ornamental value and otherwise offer nothing for their owners and the surrounding fauna.
In permaculture it is as I said the other way around and I think it’s easiest to explain the principle with a few examples:

Example element 1: Bees

My first example element are the bees. They play a very big role as pollinators, give me honey and also bring a lot of life in the garden. Furthermore they are food for the bee-eater (which the beekeepers of course don’t like so much).

Example element 2: Kale

Kale (here: Russian Red) is foremost of course a great vegetable green and that is surely the main function. But if you let it flower, it’s not only very pretty, but also a great nectar source for bees, both honey bees and wild ones. Futhermore it gives me seeds to sow the following year and if I have too much, I can use it for mulch or compost it.

And the last example:

Example element 3: Elder

I have five elder trees (some of them tiny) in my garden and with only thinking for a few minutes, you can come up with a multitude of functions: First of course the usual tree functions: It makes shade; offers habitat for birds, insects and my cats; the leaves are mulch and therefore food for decomposers. The elder flowers theoretically offer nectar and pollen to insects (I say theoretically because I haven’t yet observed any insects on the flowers and the same observation has been made by other people I have talked to), the berries are food for birds. But of course, flowers and berries are great for people, too. Elder also attracts aphids and thereby keeps them off my vegetables, as well as offering an excellent food source for aphid eaters such as lady birds (sorry, American readers, I love the British word for lady bugs). The stems of elder are filled with a pith that is easily scraped out and the stems can then be used as pipes or for insect overwintering. And I have also used elder leaves successfully to ward off ants.
A long list, and there are many more functions of elder!

It isn’t hard to create a garden of multiple functions and thereby also increased yield. Next time you’re caught in a plant shopping frenzy, just pause for a moment and see if you can’t get a plant with more functions….

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Willkommen, Bienen! — Welcome, bees!

Dieses Jahr habe ich mit dem Imkern angefangen. Im Winter las ich viele Bücher zum Thema, im Frühling wurde die Beute (also das Bienen”haus”) nach Warré gebaut und der Bienenhegekurs fing an.
Ich war schon ein wenig neidisch von den anderen Kursteilnehmern zu hören, was ihre Bienen so alles machten – denn meine beste Freundin und ich waren die einzigen, die noch keine Bienen hatten.
Da ich mit einem Naturschwarm (also einer Gruppe Bienen, die sich mit ihrer Königin vom Rest des Volkes getrennt hat und nun nach einem neuen Zuhause sucht) anfangen wollte, sagte ich den Imkerkollegen in der Gegend Bescheid, dass sie in mir einen dankbaren Abnehmer für Schwärme haben – und wurde belacht. Wer lässt denn schon seine Bienen schwärmen?
Auch bei der Polizei und Feuerwehr ließ ich meine Kontaktdaten und meldete mich bei der Schwarmbörse an. Dann hieß es warten. Und warten. Und warten. Mitte Mai war ich schon ganz verzweifelt – würde ich am Ende ohne Bienen dastehen? Keiner meldete sich!

Aber das Wetter war auf meiner Seite! Nach langen Regenperioden wie in letzter Zeit schwärmen die Bienen oft am ersten schönen Tag: Die meisten konventionellen Imker betreiben “Schwarmverhinderung”, bei der erstens dem Volk vorgegaukelt wird, es habe noch viel Platz in der Beute und müsse sich noch nicht teilen und zweitens die Zellen, in denen die Bienen neue Königinnen für die zurückbleibende Hälfte heranzüchten, zerstört werden. Wenn allerdings das Wetter lange schlecht ist, können die Imker die Beuten nicht öffnen und die Zellen nicht zerstören – und sobald die Sonne wieder scheint, ist der Schwarm unterwegs.

Am Samstag, dem zweiten schönen Tag nach einer weiteren langen Schlechtwetterperiode, kam endlich der langersehnte Anruf: “Ich habe einen Bienenschwarm im Apfelbaum hängen! Können Sie mir helfen?” Da hatten sich ein paar Bienen auf den Weg gemacht und dann erst einmal Quartier in einem Apfelbaum bezogen, während die Späher-Bienen herumflogen und nach einem neuen Zuhause suchten. Blöderweise hatte ich keine Zeit! Was tun? Ich rief meinen Mann an, der mit Bienen bisher nichts zu tun hatte, aber der zufälligerweise bei meiner besten Freundin war, die auch den Bienenhegekurs besucht, aber eigentlich Angst vor Bienen hat. Die beiden erklärten sich bereit, das Abenteuer auf sich zu nehmen und zogen mit meiner kurzen telefonischen Erklärung, wie man einen Schwarm fängt, und meiner fertig gepackten Imker-Schwarmfangtasche im Auto los. Auch mein 21-monatiger Sohn fuhr mit – na, was das wohl werden würde??

Da Bienen keine Bücher lesen und daher nicht wissen, wie Schwarmfang theoretisch abläuft, lief es auch hier völlig anders als man es in den Büchern immer liest. Statt sich in einer handlichen Traube zu sammeln, hatten sich die Bienen am Ast entlang verteilt. Normalerweise sollten sie außerdem direkt in den darunter gehaltenen Karton fallen, wenn man auf den Ast drauf schlägt. Sollten. Diese Bienen hielten sich kräftigst fest und mein Mann musste sie schließlich mit der Hand nach und nach vorsichtig abklauben und in den Karton fallen lassen. Zum Glück waren sie aber sehr zahm (es wird ja seit Jahrhunderten u.a. auf Sanftmut gezüchtet), so dass das Hantieren ohne im Apfelbaum störenden Schleier möglich war. Es muss spannend gewesen sein, die Bienen vom Baum abzuklauben, während Tausende noch durch den Garten schwirrten. Die Gartenbesitzerin, die mit Hilfe ihrer Kaninchen und ihrer Tochter freundlicherweise unseren Kleinen bewachte, erzählte, dass der ganze Himmel sich Schwarz gefärbt hatte als die Bienen in ihren Garten einzogen!
Meine beste Freundin hielt unterdessen den Karton, in den die Bienen hineinfielen.
Irgendwann wurde der Karton auf den Boden gestellt und sie begonnen, die restlichen Bienen in einen weiteren Karton zu setzen. Aber auf einmal passierte etwas Seltsames: Alle Bienen strömten in den ersten Karton hinein! Aha, die Königin war also gefangen und die Jungs und Mädels vom Schwarm zogen alle hin zu ihrer Mutter. Also hieß es nun warten, bis etwa alle Bienen von selbst in den Karton gegangen waren. Komplett alle Bienen zu fangen ist ziemlich unmöglich und als fast alle im Karton waren (die ersten wollten schon wieder raus), wurde dieser geschlossen und zur Sicherheit mit einem Fliegennetz umhüllt.
Ich war mittlerweile wieder zu Hause und hatte die Bienenbeute zum Einlauf bereitgemacht: Ein Brett schräg ans Einflugbrett gelehnt und ein Tuch darüber gelegt, auf dem die Bienen dann einmarschieren konnten. Und noch ein paar Schaulustige informiert, die Interesse am Naturschauspiel hatten.
Die zum Glück kurze Autofahrt wurde mit offenen Fenstern und kühler Lüftung auch bewerkstelligt (die Bienen überhitzen schnell, besonders wenn sie aufgeregt sind) und gegen 20 Uhr begann das Einlaufen. Wir öffneten den Karton, hielten ihn kopfüber und schütteten die Bienen auf das Einlaufbrett. Anfangs saßen sie da nur, aber schon nach wenigen Minuten setzte der Instinkt ein, der sie immer nach oben laufen lässt und die ersten Bienchens kamen am Eingang der Beute an. Ich hatte diese vorher innen mit frischer Melisse und ein wenig Propolis ausgerieben und ein bisschen Wachs darin schmelzen lassen. Das macht es für Bienen attraktiver, da sie denken, es hätten schonmal Bienen hier erfolgreich gehaust.
Nachdem die ersten paar Bienen in der Beute verschwunden waren, zogen mehr und mehr hinterher und hier und da sahen wir auch Drohnen, die großen männlichen Bienen. Die Königin blieb unseren ungeübten Augen allerdings verborgen.
Nach einer Stunde war der Großteil der Bienen in ihrem Haus und wir hatten den Grill angeschmissen und prosteten auf die Neuankömmlinge und den Heldenmut der beiden mutigen Schwarmfänger, von denen nun keiner mehr Angst vor Bienen hatte.
Als es langsam kühl und dunkel wurde, waren fast alle Bienen drinnen, aber einige hatten unter dem Einflugbrett eine Traube gebildet. Als Bienenanfänger hatte ich Sorgen, dass die Bienen in der Nacht verklammen (also erfrieren) könnten und pflückte sie noch vorsichtig ab und setzte sie von Hand in die Beute.

Am nächsten Morgen war natürlich die Bienenbeute das erste Ziel im Garten. Es ist schon praktisch die Bienen direkt am Haus zu haben! Ein wenig Angst hatte ich noch, dass den Bienen ihr neues Zuhause nicht gefallen und sie wieder ausziehen könnten. Aber die Orientierungsflüge, die sie begonnen hatten, bei denen sie in immer größer werdenden Kreisen die Umgebung erkundeten, machten mir Hoffnung. Und tatsächlich, gegen Mittag wurden die ersten Pollen eingetragen – die Bienen hatten sich eingelebt!
Dank des guten Wetters tragen sie jetzt schon seit zwei Tagen Nektar und Pollen ein und haben sicher schon angefangen zu bauen. Unsere Himbeerhecke summt genauso laut wie die Bienenbeute selbst. Und was die Bienen alles so machen! Verschiedene Tänze habe ich beobachtet und ihre Flugkünste sind beeindruckend!
Die Mauer am Flugloch ist für uns und für Gäste ein toller Sitzplatz und ich werde sicher noch mehr von unseren neuen Haustieren berichten.

Hier noch ein paar Bilder:

Ich schütte die Bienen auf das Einlaufbrett. Noch trage ich Handschuhe und Schleier, aber die Bienen sind so sanftmütig, dass ich mich damit mehr behindere, als dass es hilft.

Da laufen sie...

Am Flugloch

Hier kommen sie aus der Kiste raus

Das Brett leert sich...

...aber viele sind noch in der Kiste.

Also eine Art "Rücklaufzaun" gebaut und den Rest aus der Kiste geschüttelt

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Welcome, bees!

This year I started beekeeping. During the cold winter I read many books, in spring I built myself a hive (Warré style) und the beekeeping course started.
I was a little envious of all the other course participants who already had bees and told stories about them. Only my best friend and I didn’t have any yet.
I wanted to start with a natural swarm (a group of bees and a queen who have decided to split off from the rest off the colony and are looking for a new home), so I told my beekeeper colleagues in the area that I was happy to take any swarms they didn’t want – and they laughed. Who lets their bees swarm after all?
I left my contact details with the police and the fire brigade and registered with a German swarm trading network. Then I waited and waited and waited. Mid May I was getting desparate. What if I was going to end up without bees? Nobody called!

But the weather was on my side! After long periods of rain like we had recently, bees often swarm on the first sunny day: Most conventional beekeepers keep their bees from swarming with various methods that make the bees think that dividing the colony was not yet necessary and they destroy the cells in which the bees are trying to rear new queens for the remaining half of the colony. If, however, the weather is bad, the beekeepers can’t open the hives to check for queen cells and can’t destroy them – and as soon as the sun shines again, the swarm is gone!

On Saturday, the second nice day after a long period of bad weather, I got the call I had been waiting for so long: “I have a swarm of bees in my apple tree! Can you help me?” A swarm of bees had left their hive and moved into an apple tree to wait for the scout bees to find a new home.
Too bad I was at work! What now? I called my husband, who had never had anything to do with bees, and who happened to be at my best friend’s – the one who had also taken the beekeeping course, but was afraid of bees. The two of them decided to go for the adventure and after a short 101 of swarm catching over the phone, they took my already packed beekeeping/swarm catching kit and our 21 months-old and went on their way.

Unfortunately, bees don’t read books, so they didn’t know how swarms are supposed to sit and be caught, so things went differently from how it says in the books.
Instead of forming a cluster under a branch, the bees had collected all around and along a branch in the apple tree, and while it says in the literature that you can just shake the bees off the branch into a box you hold under them, ours held on tightly and wouldn’t budge.
My husband improvised by just carefully taking handfuls of bees and dropping them into the box my best friend was holding up. Bees have been bred for tameness for centuries, so luckily those ones were very nice too and my husband could work without a veil which would have been difficult to use in a tree.
It must have been incredibly exciting to pluck handfuls of bees off the branch while thousands of bees were still zooming around in the garden. The nice garden owner who was watching our little one with the help of her rabbits and her daughter, said that when the bees arrived the whole sky went black!
Eventually many bees were in the cardboard box and my best friend put it down and reached for another box to use. Then something amazing happened: All of a sudden, the bees were coming from everywhere to the cardboard box and joining their sisters in it! That meant the queen bee was in the cardboard box and the boys and girls of the swarm were moving in the join their mother. So, now it was time to wait for the bees to go into the box themselves. Eventually almost all of the bees had entered and the box was closed. It is almost impossible to catch every single bees, because eventually some will fly out again as others enter.
The box was wrapped with a fly net for added security and the swarm catcher team headed home.
I had come back from work now and had prepared not only food for my heroes but also the bee hive: To let the bees crawl into their new home, a board is leaned against the landing strip and covered with a cloth for better grip. I also called some more people who were interested in seeing the bees move in.
The luckily short drive home with open windows and lots of cooling (bees overheat quickly, especially when they’re excited) had been managed well and at 8 pm the “crawling-in” started. “Conquering” the new hive themselves makes the bees more likely to stay and for added comfort for the bees I had rubbed the inside of the hive with melissa and propolis and melted a little wax in it, because it makes the bees assume that some other bees had already successfully lived in the hive.
Bees like most insects always go up a slope and after we had opened the box and tipped the bees out of it, they started to walk up the board I had prepared. After the first few bees had reached the landing strip, seen the hive and decided it was a good home, more and more bees started walking quickly into the hive. We saw drones, the big male bees, but the queen was not seen by our inexperienced eyes.
After an hour most of the bees had entered the hive and we had made a fire and were toasting to the good health of the new arrivals and the valour of our brave swarm catchers, none of which is afraid of bees anymore.
When it was getting dark and cool, almost all bees has entered the hive, but there was still a cluster of them under the landing strip. Being a beekeeping beginner, I was worried that they might get too cold during the night and plucked them off carefully and put them into the hive.

The next morning the bee hive was the first thing I visited in the garden. Isn’t it practical to have the hive right at home? I was still a little worried that the bees might not like my hive and move out again, but I could see that they were already doing scouting flights, ever bigger circles around the hive to get to know the surroundings.
Around noon the first gatherers brought in nectar and pollen. The bees were here to stay!
Thanks to the good weather, the bees have been gathering well for two days now and have probably also started building news combs by now. Our raspberry hedge is buzzing as loudly as the hive itself and the little wall near the landing strip is the favourite sit spot for us and visitors. It’s exciting to watch the bees do their little dances and their flying skills are amazing.
I’m sure I’ll write more about them in the future!

A few pictures:

I shake the bees on the board. I'm still wearing veil and gloves, but with such gentle bees they'll prove more cumbersome than helpful.

Here they go...

And from the other side

At the entrance hole

The board is emptying...

...but plenty are still in the box!

So we build kind of a "no turning back"-fence and shake the rest onto the board

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Winter-Säen – Winter Sowing

“Kompost? Jetzt schon?!” fragte mich heute der nette Herr an der Kompostierungsanlage ungläubig. Doch, er hatte richtig gehört.
Neben Kompostteeherstellung zum Düngen meiner kleinen Pflänzchen, von denen die ersten gestern ihre Hälschen hochgestreckt haben (Aubergine “Dourga” gewinnt das Rennen!), brauche ich den Kompost auch zum Mischen von (Anzucht-)Erde, denn ich bin schon fleißig am Säen.
Wiedermal ein Zufallsinternetfund, das Wintersäen. Ausgehend von der Annahme, dass die Samen selbst wissen, wann es Zeit ist zu keimen, sät Trudi Davidoff, die “Erfinderin” des “Wintersowing”, ihre Samen jetzt immer schon im Winter aus, wann sie gerade Zeit hat.
Die Samen werden in Plastikschalen mit Deckel gesät, wie man sie von Supermarkttomaten und – trauben kennt. Aber auch Plastikflaschen, die zum Säen in die Hälfte geschnitten, aufgeklappt und wieder zugeklappt werden, können verwendet werden. Oder was man sonst so da hat, denn schließlich sind Trudis Prinzipien Geld zu sparen und zu recyclen. Wichtig sind nur Löcher im Boden als Ablauf für das Wasser und Löcher im Deckel zur Luftzirkulation. Fehlen die Löcher im Deckel oder sind sie zu klein, kommt es bei Sonnenschein zu Stauhitze und die Saat geht kaputt! Bei beschlagenem Deckel also lieber die Löcher größer machen!
Als Anzuchterde nimmt Trudi die billigste Erde, die sie im Baumarkt findet – ich mische lieber selbst was zusammen. Die Erde wird in die Container gegeben und dann ordentlich gewässert, dann kommen die Samen in die Erde, Deckel drauf und man stellt die Container irgendwo in den Garten und wartet auf den Frühling. Ab und zu schaut man mal, was die Container machen, gibt evtl. ein bisschen Wasser. Nach und nach werden dann die Luftlöcher immer größer gemacht und wenn es warm genug ist oder die Pflänzchen groß genug sind, wird der Deckel ganz aufgemacht.
Trudi wendet dieses Prinzip nicht nur mit robustem Gemüse an, sondern sät so auch ihre Tomaten und Paprika. Und jeder, der schonmal “wilde” Tomatenpflanzen aus Samen vom vorherigen Jahr hatte, weiß ja, dass das auch klappt. Das spart auch das Abhärten.
Ich probiere das dieses Jahr mal aus, aber ziehe parallel meine Pflanzen auch ganz normal drinnen ab, bzw. warte bis es Zeit zum Freilandsäen ist. Aber gespannt bin ich schon!
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“Compost? Already?!” The nice guy at the composting facility made big eyes when I told him what I wanted to fetch. But he had heard correctly! Besides for making compost tea for my little plantlings that are just germinating (eggplant “Dourga” won the race!), I also need the compost for a potting soil mix because I’m already sowing the first seeds!
It was another coincidental internet find, the winter sowing. Since seeds in nature know themselves well enough when to germinate, Trudi Davidoff, the “inventor” of wintersowing, just sows seeds in winter whenever she has the time and lets them come up on their own.
The seeds are sown in plastic flats with lids, like the ones supermarket tomatoes or grapes come in. Plastic bottles can be used too and anything else you might have at home. After all the point is to recycle and save money!
It’s important to make holes in the floor of the container for drainage and in the lid for air circulation. If you forget the holes in the lid or they’re too small, the seeds will bake when the sun hits the container!
For potting soil Trudi takes the cheapest soil she can find in her local building supply store, but I’d rather mix something together myself. The soil is put into the container and then given a good drink. After that the seeds can be sown, lid gets closed and the container is put somewhere in the garden or outside. Now you can wait for spring to come! Every now and then, check on the containers, give a little water if necessary. By and by the size of the holes in the lid is increased and eventually the lid is propped open.
Trudi not only grows “hardy” vegetables that way, but also wintersows her tomatoes, peppers and squashes. And everyone who’s had volunteer tomato plants from last year’s seeds knows that it works. It also saves you the trouble of hardening your plants.
I’m trying wintersowing this year, but I’m also starting plants indoors like I always do. But I am excited, how is it going to work outdoors

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