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Bienenstich – Bee Sting

Aus gegebenem Anlass werde ich hier mal ein wenig berichten, was ich mache, wenn ich von einer Biene (oder Wespe) gestochen werde.

Und um diejenigen, die auf der Suche nach einem Kuchenrezept hiergefunden haben nicht zu enttäuschen, gibt es am Ende noch ein Rezept für Honigkuchen.

Aber zunächst zum Bienenstich: Honigbienen, aber auch andere Bienenarten wie Hummeln, haben einen Stachel, mit dem sie sich wenn sie sich bedroht fühlen, zustechen.
Die meisten Honigbienenarten werden seit Jahrhunderten auf Sanftmut gezüchtet und stechen daher selten, aber wenn man aus Versehen auf sie tritt, sich vors Flugloch stellt oder sie sich aus einem anderen Grund bedroht fühlen, stechen sie gerne mal zu.

Ihr Stachel wurde ursprünglich gegen Insektenfeinde entwickelt und kann aus dem Panzer der Insekten auch ohne weiteres wieder herausgezogen und weiterverwendet werden. Wir Säugetiere haben allerdings eine ziemlich dicke Haut und so kommt es, dass bei uns nach einem Bienenstich der Stachel samt Giftblase und Nerven in der Haut stecken bleibt. Die Muskeln um die Giftblase arbeiten weiter und auch ohne Biene, die nach Verlust dieser Körperteile stirbt, wird weiter Gift ins Opfer gepumpt.

Folglich ist die erste Maßnahme beim Bienenstich: Entfernen des Stachels/der Giftblase! Dazu sollte man diese nicht zwischen zwei Finger nehmen und ziehen, da der Druck der Finger dann die Giftblase leert, sondern man sollte den Giftapparat am besten seitlich mit dem Finger “wegschnicken” oder drücken. Das klappt recht gut, allerdings gebe ich zu, dass man in der Aufregung nicht immer dran denkt…

Die Biene hat beim Stechen nicht nur den Stachel hinterlassen, sondern auch Duftstoffe, sog. Pheromone, die ihren Stockkolleginnen signalisieren, wohin sie stechen sollen. Wenn man also in der Nähe der Bienen stehen bleibt, hat man gleich noch weitere Stiche in die gleiche Körperstelle. Um das zu vermeiden, reibt man die gestochene Stelle sofort mit etwas Spucke, Wegerich oder am besten mit etwas Stark-riechendem wie einer Zwiebel.
Übrigens ähneln die Angriffspheromone stark dem Geruch einer reifen Banane. Deswegen sollte man seine reifen Bananen nicht in der Nähe eines Bienenstocks genießen!

So, nun haben wir den Stachel und die Giftblase entfernt und auch uns aus der Nähe der Bienen; wir haben den Duftstoff abgewaschen oder übertönt. Was nun?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Zwiebel wird nicht nur wegen des starken Geruchs empfohlen, sondern kühlt auch und enthält wie auch Knoblauch Stoffe, die den Schmerz abbauen. Ein bisschen Zwiebel auf der gestochenen Stelle ist daher sehr angenehm.

Wegerich ist für mich die Nummer Eins beim Kontakt mit Giften: Er hilft das Gift aus dem Körper zu ziehen und kann sogar bei Blutvergiftungen helfen! Zerkaut oder zerrieben wird er auf die betroffene Stelle gelegt und wenn er austrocknet immer wieder gewechselt.

Mein Mann hat kürzlich mit der Monarde (auch Indianernessel genannt, Monarda fistulosa) gute Erfahrungen gemacht. Nach dem Motto “Die heißt auf Englisch doch bee balm – Bienenbalsam” hat er sie zerrieben und auf die Wunde gegeben. Diese ist auch schnell verheilt und auch die Schwarzfuß-Indianer nutzten sie für kleinere Wunden.

Es gibt bei Bienenstichen auch homöopathische Mittel. Das richtige Mittel hängt allerdings von den individuellen Symptomen ab:
Aconitum napellus kann angewandt werden, wenn sich der Betroffene nach dem Stich panisch oder ängstlich fühlt. Es wird sofort eingenommen, während die Symptome noch intensiv sind und kann danach durch ein anderes Mittel abgelöst werden.
Apis mellifera kann helfen, wenn die Einstichstelle geschwollen, rot und heiß ist, allerdings habe ich hier gehört, dass es nicht das beste Mittel ist, da man in der Homöopathie nicht Gleiches mit Gleichem sondern Ähnliches mit Ähnlichem heilt. Hypericum kann bei Einstichstellen, in denen viele Nerven verlaufen, das richtige Mittel sein. Die Symptome sind hier Taubheit, schießender Schmerz und Jucken.

Die “normale” Dosis ist in der Regel D30 oder C30. Angaben ohne Gewähr, am besten Rücksprache mit dem Homöopathen halten!

Ganz wichtig ist noch, dass bei einer Allergie gegen Bienenstiche sofort ein Arzt oder Krankenhaus aufgesucht werden muss! Auch für Leute, die (noch) keine Allergie haben, aber nach dem Stich Atemnot, Sehschwierigkeiten, Übelkeit oder starke Schwellungen, besonders im Atemwegsbereich haben, ist das besser.

Auf Wikipedia waren noch andere, teilweise sehr überraschende Vorschläge, wie man Bienenstiche behandeln kann, zB mit Kupfermünzen.
Hat da jemand Erfahrung? Was macht ihr?

Und nun noch das Honigkuchenrezept (ohne Eier):
500g Honig
1 Päckchen Vanillezucker
150 g Butter
1/2 Tasse Milch
2 EL Joghurt
1 Prise Salz
1 EL Zimt
1 EL Lebkuchengewürz
500 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
1 Päckchen Backpulver

Honig, Vanillezucker, Butter und Milch unter Rühren erwärmen (nicht kochen!); dann die Gewürze hinzugeben. Danach können der Joghurt und die Hälfte Mehl dazu. Danach werden die Mandeln, das restliche Mehl und das Backpulver verknetet.
Je nach Konsistenz noch ein wenig Milch oder Wasser dazugeben.

Der Teig wird nun auf ein gefettetes Blech gestrichen und bei 175 Grad Celsius 30 Minuten gebacken, bis er goldbraun ist.
Noch warm wird er dann in Rechtecke geschnitten und diese dürfen dann auf einem Gitter abkühlen.

Guten Appetit!

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Since I’ve been stung a lot now that I’m a beekeeper, I’ll tell you about some remedies now.

Honey bees but also other kinds of bees like bumble bees have a stinger that they’re not hesitant to use if they feel threatened.
Luckily honey bees have been bred for tameness for hundreds of years, so they’re not too sting-happy. However, if you accidently step on one, stand in front of their entrance hole to the hive or anger them in another way, they will sting you.

Their stinger is said to have evolved as a measure against insectal enemies and can therefore be extracted easily out of an insect’s skin and reused. Unfortunately, we mammals have a much thicker skin, so when a bee stings us, her stinger rips off with part of the abdomen, muscles, nerves and all. The muscles keep working and even without the bee, which now dies from the massive injury it suffered, the venom is being pumped into the victim’s body.

Consequently, the first measure when stung is to remove the stinger! Trying to take it with two fingers and pulling results in squeezing the stinger and pumping even more venom in the body. Therefore, try to push the stinger out from the side. That works well, but I have to admit that in the excitement of the moment one often forgets….

The honey bee didn’t only leave the stinger when she stung, but also pheromones, smell agents, that tell her sisters where to sting. So if you stay close to the bees, you’ll have more stings in the same body part in no time. To avoid that you rub the stung area immediately with some spit, plantain or even better with something strong smelling like an onion.
By the way, the attack pheromones are very similar to the smell of a ripe banana. That’s why you should stay away from any beehives when enjoying a ripe banana.

Now we have removed the stinger and ourselves from the beehive; we have washed off or overpowered the scent of the pheromones. What now?

There is a multitude of possibilities: Onion is not only the measure of choice because of its smell, but also cools and just like garlic, contains agents that reduce the pain. A little slice of onion on the sting is therefore very soothing.

Plantain (Plantago) is my number one remedy when dealing with poisons: It helps drawing the venom from the body and can even be used to heal blood poisoning. Applied as a poultice and changed regularly when it dries out.

My husband has recently had good luck using monarda (Monarda fistulosa). Saying “It’s called bee balm, after all”, he used it as a poultice on his sting. The swelling reduced quickly. The Blackfoot Indians also used monarda to heal minor wounds.

Homeopathy also has its place in healing bee stings. However, the right remedy depends on the symptoms:
Aconitum napellus
can be used when the victim feels panicky or scared after the sting. It is taken immediately when the symptoms are still intense and can later be replaced with something else.
Apis mellifera can help when the sting is swollen, red and hot; however, I’ve been told that in homeopathy you use some remedy that is similar to the occasion, not the same, i.e. no apis mellifera (honey bee) for a honey bee sting.
Hypericum is useful when the sting has occurred in an area that is full of nerves like the fingertips. Symptoms are numbness, shooting pains and itching.
The “normal” dose is usually D30 or C30.
No responsibility can be taken for result (or the lacking thereof) of using any of the remedies – best ask your homeopath!

Very important: If you have an allergy to insect stings, report to a doctor or a hospital immediately! That applies also to people who have no allergy (yet), but experience trouble breathing and with their vision, have nausea or unusually big swellings after being stung and after being stung in or near the airways.

Wikipedia offers a variety of other remedies, such as copper coins.
Any experience with that? What do you do?

Beesting in German is “Bienenstich” and is a kind of cake. So for anybody who might find this page while looking for a cake recipe, here’s a great eggless honey cake recipe (but not a Bienenstich):

Eggless Honey Cake

500g honey
1 tsp vanilla extract
150 g butter
1/2 cup milk
2 tbsp yoghurt
1 dash salt
1 tbsp ground cinnamon
500 g flour
100 g ground almonds
1 1/3 tbsp baking powder
1 tbsp German “Lebkuchengewürz”, a magical spice mixture that improves any Christmas baking (depending on the brand, it consists of cinnamon, cloves, coriander, ginger, cardamom, mace, allspice, nutmeg and pepper)

Gently heat up honey, vanilla extract, butter and milk while stirring it (do not boil!); then add the spices. After that stir in yoghurt and one half of the flour. Now add the almonds, the rest of the flour, and baking powder (possibly sift flour and baking powder together beforehand) and knead well.
Depending on the consistency, add some milk or water.

Put the batter on a greased baking sheet and make it at 175 degrees Celsius for 30 minutes until golden brown.
While still warm, cut it into rectangles and cool them on a rack.

Enjoy!

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Knuspermüsli – Granola

Knuspermüsli ist bei uns immer ganz schnell weg, ist schließlich so lecker. Wie gut, dass man es ganz einfach selber machen kann!

Man braucht:

Haferflocken (oder andere Flocken)
Nüsse
Rosinen (oder anderes Trockenobst)
Honig (oder Zuckerrübensirup, Ahornsirup, …)

Der Unterschied zu normalem Müsli ist beim Knuspermüsli der, dass es gebacken wird. Das Backen bringt erst so richtig den Geschmack der Nüsse raus und das Backen macht auch die mit Honig vermischten Flocken schön knusprig.
So geht’s: Der Honig wird erwärmt, bis er flüssig ist und dann mit den Flocken vermischt (ich vermische eine Hälfte mit Honig, die andere wird so gebacken). Dann werden die sich bildenden Klumpen je nach Geschmack größer gelassen oder klein gequetscht. Die Flocken kommen dann auf ein Backblech, wo sie bei 150 Grad solange gebacken werden, bis sie ganz leicht golden werden. Das dauert so etwa 20 Minuten und man riecht auch, dass sie dann gut sind – sie riechen ganz intensiv.
Die Nüsse werden je nach Geschmack gehackt oder ganz gelassen und ebenfalls auf einem Backblech geröstet (etwa 5 – 10 Minuten). Hier ist allerdings Vorsicht geboten! Nüsse verbrennen schnell und müssen daher alle paar Minuten gewendet/gerührt/geschüttelt werden. So werden sie gleichmäßig braun. Weiterhin halten die Nüsse die Temperatur eine ganze Weile, d.h. man muss sie aus dem Ofen holen, bevor sie fertig sind und dann vom heißen Blech runterholen. Sie rösten dann beim Abkühlen noch weiter.
Die Trockenfrüchte kommen nicht in den Ofen, sondern gleich in die Schüssel, in der das Müsli zusammengerührt wird. Die noch heißen Flocken und Nüsse werden darauf gegeben und machen mit ihrer Resthitze die Trockenfrüchte noch ein wenig trockener und bissfester.
Man kann natürlich noch weitere Zutaten hinzugeben – Kokosraspeln oder Schokostückchen zum Beispiel.

Guten Appetit!

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Granola doesn’t last long in our household – it’s too yummy! Good thing it’s easy to make!

You need:
Rolled oats (or other grains)
Nuts
Raisins (or other dried fruit)
Honey (or molasses or maple syrup, …)

The difference of granola and the regular German müsli is that granola is baked/roasted. The roasting makes everything more flavourful and makes the oat/honey clumps nice and crunchy.
This is how you do it: Gently heat up the honey until liquid, then mix it with the rolled oats (I usually only mix half the oats with honey). The mixture will form clumps that you can leave big or squish smaller. Put the oat/honey clumps onto a baking sheet and put them into the oven to bake at 150 celsius (ca. 300 F). Bake until they just turn golden (about 20 minutes). They smell intensely of oats and honey when they’re done.

Chop the nuts up (or leave them whole) and put them on a baking sheet in the oven too (ca. 5 – 10 min). Watch out, though, nuts burn easily and have to be turned or shaken every few minutes. Also, they keep their temperature for a while even after you take them off the hot tray, so you will have to take them out of the oven before they’re done! They will keep roasting while they cool.
The dried fruit stay out of the oven. Put them into the bowl you’ll use to mix everything together. The hot oat/honey clumps and the nuts are put on top and draw some more moisture out of the dried frtuis, making them even chewier.
Add whatever else you have at home (grated coconut, chocolate chips, …).

Guten Appetit!

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