Tag Archives: Kompost

Sheet Mulch II – Photos

Hier nun die versprochenen Fotos unserer neuen Sheet Mulch-Beete:

Winterliche Gartenplanung

Im Winter kann man den Garten gut planen, da ja sonst nicht so viel zu tun ist. Man sieht noch die Teile des linken Beets, die mal Stücke von unserem Bohnenzelt waren und jetzt mit als großes Beet zusammengeführt werden. Außerdem haben wir  die zukünftigen Beete mit Steinen und Holz abgesteckt, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es später sein wird.

Die Beete werden mit Pappe bedeckt

Nun werden die Beete mit Pappe bedeckt

Es ist wichtig, dass die Pappe erst aufgelegt wird, wenn der Boden wieder aufgetaut ist, da der Mulch sonst den Frost isoliert und der Boden nur sehr langsam auftaut. Am besten ist es am späten Nachmittag eines warmen Tages, damit die Wärme dann durch die Pappe gehalten wird. Ein Grund, das zukünftige Beet schon im Herbst anzulegen.
Wie man sieht, haben wir in der rechten vorderen Ecke des linken Beetes schon einen Baum gepflanzt; die Pappe wird nun um ihn herumgelegt.

Und fertig!


Und schwupps sind die Beete fertig. Auf die Pappe kam ein wenig Kompost und dann eine dicke Lage von über den Winter kompostierten Holzchips. Und dann konnte das fleißige Pflanzen schon losgehen! Die dunkle Farbe des Holzchipsmulches hat im kühlen Frühjahr auch den Vorteil, dass sie die Erde stärker erwärmt. Die recyclete Öltonne im Hintergrund des zweiten Bildes wird übrigens mal eine Kartoffeltonne.

Ende Juli ist das Beet schon ein Dschungel!

Alles ist in die Höhe geschossen...

Wir waren nur zwei Wochen im Urlaub, aber als wir wiederkamen, war alles enorm gewachsen und die beiden neuen Beete hatten sich in Dschungel verwandelt.

Falls ihr auch Erfahrung mit Sheet Mulch habt, würde ich mich über Berichte und Kommentare freuen!

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Here the photos of the new beds:

Wintertime Garden Construction

Winter is a good time to plan your garden as there isn’t much else to do. In the lft bed you can still see the little bed snippets that were part of the bean tent last year and will be united in a big bed now.
Also, we put bricks and wood around the future beds to get a feel for how it will be later.

Die Beete werden mit Pappe bedeckt

Now the beds are covered with cardboard

It is important that the cardboard is put down after the ground has thawed, otherwise it insulates the frost and the ground thaws only very slowly.
It’s best to choose the late afternoon of a warm day, so that the warmth from the day is being held in by the cardboard. A good reason to make your new bed in fall before the ground freezes.
As you can see we have planted a tree in the front right corner of the left bed; cardboard will now be put around it.

And done!


And quickly the new beds are done! The cardboard was covered with a little compost and then a thick layer of woodchips that have been lefft to compost over winter. After that the planting could start!
The dark colour of the composted woodchips also makes the soil warm up more.
The recycled oil barrel in the background of the second picture will become a potato barrel.

End of July the bed has become a jungle!

Everything has grown massively..

We were on holidays for just two weeks but when we returned, everything had grown enormously and the two new beds had turned into a jungle.

If you have any experience with sheet mulch, I’d love to hear about it!

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Filed under food, garden, Permaculture

Wurmglas – Worm Jar

Mein Kleiner liebt Tiere und ein Satz, den ich im Moment ständig höre ist “Loch graben, Würmer sehen!”. Da ich nicht ständig Löcher graben möchte, habe ich folgendes gemacht:

Ein Wurmglas!

Man füllt dazu einfach abwechselnd Erde und Sand (oder nur Erde) in ein großes Glas und setzt dann ein paar Würmer dazu. Oben drauf habe ich dann noch ein wenig halb kompostierten Kompost gegeben und ein paar Küchenabfälle.
Die Würmer leben im Glas und durch ihre Bewegungen mischen sich nach und nach die Sand- und Erdschichten. Außerdem kann man oben gut die Kleinstlebewesen beim Zersetzen der Küchenabfälle beobachten. Die Würmer tauchen ab und an an der Seite des Glases auf, aber wer sie gerne mehr unter Beobachtung hat, kann sicher auch ein sehr schmales Glas nehmen.
Der Deckel sollte nicht oder nicht lange zugeschraubt sein, damit die Tierchen Luft bekommen (oder man macht Löcher rein) und wenn’s zu trocken wird, sollte man auch mal gießen.

Viel Spaß beim Beobachten!

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My little one loves animals and one of the sentences I hear a lot these days is “Dig hole, see worms!”. And since I don’t want to dig holes all the time, I made this:

The worm jar!

You fill a big jar with layers of soil and sand (or just soil) and pour some worms in there. On top I put some half composted compost and a few kitchen snippets.

The worms live in the jar and their movements mix the sand and the soil by and by. You can also observe all kinds of tiny decomposers at work on top. Every now and then a worm shows up and you can watch it. If you’d like to see them more often, use a jar that’s more narrow.

The lid should not be screwed on or not for long anyway (unless you put holes in it). Also the worms should be “watered” gently if it gets too dry in there.

Have fun observing!

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Filed under Animals

Kompost-Heizung – Compost Heating

Je mehr ich zum Thema Permakultur und anderen alternativen Techniken lese, desto begeisterter bin ich ob der ganzen Möglichkeiten, die es gibt! Warum wissen eigentlich nur so wenige Leute davon?

David Holmgren, der Co-Begründer der Permakultur, hat zum Beispiel in seinem Haus einen „Kühl-Schrank“, der ohne Elektrizität funktioniert. Wie das? Eine Leitung schleust kalte Luft aus dem Keller in den Kühlschrank, in dem Gemüse und Milchprodukte in Drahtkörben aufgehängt sind, und von dort nach draußen. Die gleichbleibende Kellertemperatur sorgt für eine gleichmäßige Temperatur im Kühlschrank und kalt genug für Milchprodukte ist es wohl.

Eine andere tolle Idee handelt vom Gegenteil: Vom Heizen. Der Franzose Jean Pain hat eine Methode entwickelt, wie man mit Kompost heizt. Das Kompost beim Umwandeln sehr heiß wird, ist ja bekannt. Eine Recyclinganlage in meiner Nähe hat riesige Komposthaufen und wenn man seine Hand zu weit reinsteckt, dann tut es richtig weh, so heiß werden sie.
Jean Pain machte sich das zu nutze und legte in seine großen Komposthaufen Leitungen in Spiralform. Diese führten danach zu seinem Haus und heizten Wasser und Haus.
„Jean Pain gab an, dass er sein 5-Zimmer-Haus von etwa 100 qm mit einem 50 t-Komposthaufen sechs Monate lang beheizte, sowie Warmwasser (4 L/min) produzierte; mit einem nur 12 t großen Haufen heizte er sogar volle 18 Monate!“ (Peter Bane, Another Kind of Energy)
Um wirklich alle Energie recyclen zu können, nutze Jean Pain später auch das entstehende Methangas.
Beide Systeme möchte ich gerne mal ausprobieren, im Moment vielleicht eher im Kleinen mit einer Kompost-Gewächshausheizung und einem kleinen Kühl-Schrank, aber vielleicht kann ich es später in ein zukünftiges Haus integrieren.

Mehr zum Thema:
http://www.biomeiler.at/

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The more I read about permaculture and other alternative technologies, the more I get excited about the abundance of possibilities! How come that so few people know about this stuff?

David Holmgren, co-founder of permaculture, has replaced his fridge with a cooling cupboard, for example: A pipe directs cold air from his basement into a cupboard into a kitchen which contains wire-racks with vegetables and dairy. From there the air is directed outside. The even basement temperature makes sure the cooling cupboard stays cool throughout the year and obviously it works well.
(More info: Abdallah House, under “Cellar and Cool Cupboard”)

Another method works the exact opposite: It heats.
Ever heard of Jean Pain? I think it doesn’t hurt to know him. (Sorry about the pun. 🙂 )
Jean Pain developed a method of heating with compost piles. If you stick your hand into a well-working compost pile, you know how hot it gets. A compost company nearby has huge piles and if you stick your hand in too deep, it hurts!
Jean Pain put spirals of pipe into his compost piles and used them for heating:
„ Pain reports that he heated his five—room house of 1000 square feet (100 m2) and provided hot water (at a rate of 4 liters! minute) for its occupants from a 50 ton pile for six months, but that a 12 ton pile maintained that output for a full 18 months.” (Peter Bane, Another Kind of Energy)
To use every bit of possible energy in his piles, Pain later even used the methane gas.

I want to try out both systems; at the moment maybe rather small-scale with a compost-heated greenhouse and a small cool cupboard, but maybe later I can integrate it into a future house.

More about Jean Pain:
http://en.wikipedia.org/wiki/Jean_Pain
http://www.journeytoforever.org/biofuel_library/methane_pain.html
http://www.daenvis.org/technology/Jeanpan.htm

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